Die schönste Route von Porto nach Lissabon (oder umgekehrt)
Du landest in Porto (OPO) und gibst den Mietwagen in Lissabon (LIS) ab, oder umgekehrt? Wir haben zwei schöne Routen zwischen beiden Städten ausgearbeitet: an der Küste über die Strandkapelle von Miramar, die gestreiften Häuser von Costa Nova und die Riesenwellen von Nazaré, oder durchs Landesinnere über Coimbra, Fátima und die Klöster von Tomar und Batalha. Die A1 hetzt in gut drei Stunden hindurch; diese Routen machen aus der Fahrt einen Urlaubstag.
Zwei Routen: Küste oder Landesinnere
Beide schön, beide in beide Richtungen. Wähle deine Route und öffne sie direkt in Google Maps, oder lade die GPX herunter.
An der Küste entlang
EmpfehlungOzean, Fischerdörfer und die Estrada Atlântica: der Klassiker, richtig gemacht.
Durchs Landesinnere zu den Klöstern
Buçaco, Coimbra, Tomar, Fátima und Batalha: dreimal UNESCO an einem Tag.
Zwei Tage? Hin an der Küste, zurück durchs Landesinnere (oder umgekehrt).
Fotos via Wikimedia Commons: Costa Nova von Xosema (CC BY-SA 4.0), Batalha von Cardilio (CC BY-SA 4.0), Nazaré von GualdimG (CC BY-SA 4.0).
Zweimal schön: die Küste oder das Landesinnere
Der schnellste Weg von Porto nach Lissabon ist die A1: gut drei Stunden Mautautobahn durchs Binnenland, mit wenig mehr als Leitplanken fürs Auge. Wir haben zwei viel schönere Alternativen ausgearbeitet. Die Küstenroute folgt dem Atlantik: von der Kapelle am Strand von Miramar über die Kanäle von Aveiro, die gestreiften Häuser von Costa Nova und die Estrada Atlântica zu den Riesenwellen von Nazaré und ins ummauerte Óbidos. Die Route durchs Landesinnere reiht die großen Geschichten Mittelportugals aneinander: den Wald von Buçaco, die Universitätsstadt Coimbra, das Schieferdorf Talasnal, die Templerburg von Tomar, das Heiligtum von Fátima und das Kloster von Batalha. Dreimal UNESCO-Welterbe an einem Tag.
Es ist die klassische Fly-drive-Strecke: Du landest am einen Flughafen, holst den Mietwagen ab und gibst ihn am anderen wieder ab. Wähle unten Route und Richtung; alle Stopps stecken schon im Google-Maps-Link, und für jede Fahrt gibt es eine GPX.
Küste oder Landesinnere: die Routen im Vergleich
| An der Küste | Durchs Landesinnere | |
|---|---|---|
| Distanz | ca. 370 km | ca. 445 km |
| Reine Fahrzeit | ca. 5 Std. 45 | ca. 7 Std. |
| Autobahnanteil | ca. 25%, nur das Finale nach Óbidos | ca. 45%, Anfahrt und Schluss |
| Anzahl Stopps | 8 | 6 |
| Charakter | Ozean, Fischerdörfer, Dünen, eine Kapelle am Strand | UNESCO-Klöster, ein Wallfahrtsort, ein Schieferdorf, Wald |
| Schönste Straßen | die Uferstraße von Gaia, die Estrada Florestal 1 durch die Dünen bei Mira, die Estrada Atlântica (N242) | die N234 durch den Wald von Buçaco, der Anstieg nach Talasnal, die Hügelstraßen um Tomar |
| Am besten für | das erste Mal, Fotostopps, Strand, mit Kindern | Kultur und Geschichte, ruhige Straßen, den zweiten Besuch |
Gut zu wissen (gilt für beide Routen)
| Maut und Mautbox | die A1, A8, A14, A17 und A29 sind mautpflichtig; die A1 Porto-Lissabon kostet für einen Pkw ca. 25 Euro (Tarif 2026). Die Küsten-A17 und die A29 haben keine Mautstellen, nur Kennzeichenkameras: Miete eine Mautbox (Via Verde) zum Auto oder registriere dein Kennzeichen vorab. Die Küstenroute fährt bis Óbidos fast mautfrei |
|---|---|
| Mautfrei seit 2025 | viele andere portugiesische Autobahnen (A22, A23, A24, A25, A4, A13) sind seit dem 1. Januar 2025 mautfrei, aber keine davon liegt auf dieser Strecke; verlass dich hier also nicht darauf |
| Kraftstoff (Richtwert) | Küste ca. 28 Liter, Landesinnere ca. 33 Liter bei 7,5 l/100 km; rechne mit 50 bis 65 Euro (Spritpreis schwankt) |
| Mietwagen one-way | in Porto abholen und in Lissabon abgeben (oder umgekehrt) ist innerhalb Portugals normal und meist günstig; prüfe die Einweggebühr und ob du am Flughafen oder in der Stadt abgibst |
| Beste Reisezeit | Mai, Juni, September und Oktober; im Juli und August ist die Küste voll. Die Riesenwellen von Nazaré gibt es vor allem im Winterhalbjahr, und um den 13. Mai und 13. Oktober füllen Hunderttausende Pilger Fátima |
| Geeignet für | Mietwagen, Cabrio, Motorrad und Camper; mit dem Camper auf den engen Ortskern von Óbidos achten und in Talasnal auf dem Platz unterhalb des Dorfs parken |
Mautstatus je Autobahn und die Mautbefreiung der früheren Mautstrecken zum 1. Januar 2025: portugiesische Mautinformationen, geprüft am 11. Juli 2026; der A1-Betrag ist der Pkw-Tarif 2026. Distanz und Fahrzeit pro Route wurden mit den Stopps als Wegpunkten gemessen (OSRM, Juli 2026). Kraftstoff ist eine Rechnung mit genannten Annahmen; der Preis schwankt.
Prüfe unterwegs immer Verkehrsschilder, aktuelle Sperrungen und örtliche Regeln.
Für wen ist diese Route
Für alle, die in Porto oder Lissabon landen, einen Mietwagen haben und nicht gleich drei Stunden Mautautobahn fahren wollen. Die Küstenroute ist die Empfehlung fürs erste Mal: Ozean, Fischerdörfer, Fotostopps und ein Tag, der sich von selbst fährt. Die Route durchs Landesinnere ist für Liebhaber von Geschichte und stillen Straßen: drei UNESCO-Stätten, ein Wallfahrtsort von Weltrang und ein Bergdorf aus Schiefer. Beide fahren sich im normalen Mietwagen genauso gut wie im Cabrio oder auf dem Motorrad.
Die zwei Routen im Detail
An der Küste entlang
Von Porto fährst du über die Uferstraße von Vila Nova de Gaia direkt an den Strand: Bei Miramar steht die Kapelle Senhor da Pedra buchstäblich auf den Felsen in der Brandung. Danach folgst du der Costa de Prata: die Kanäle von Aveiro, die gestreiften Palheiros von Costa Nova und die Dünenstraße nach Praia de Mira, ein schmales Asphaltband zwischen Ozean und Pinien. Nach dem breiten Strand von Figueira da Foz kommt das bekannteste Stück: die Estrada Atlântica (N242) nach São Pedro de Moel und zu den Riesenwellen von Nazaré. Das Finale ist das ummauerte Óbidos; nur die letzte Stunde nach Lissabon ist Autobahn.
Unterwegs liegt mehr Schönes, als in einen Maps-Link passt: die Muschelbucht von São Martinho do Porto (zehn Minuten nach Nazaré über die N242) und das UNESCO-Kloster Alcobaça sind beide nur einen kurzen Schlenker entfernt. Aktiviere für diese Route in Google Maps "Mautstraßen vermeiden": Dann bleibt die App auf den Küstenstraßen und die Fahrzeit oben stimmt. Umgekehrt, von Lissabon nach Porto, startest du in Óbidos vor den Reisebussen und hebst dir die Strandkapelle von Miramar fürs Abendlicht auf.
Die 8 Stopps an der Küste
1. Senhor da Pedra (Miramar)
Auf den Felsen mitten am Strand von Miramar steht die jahrhundertealte Kapelle Senhor da Pedra, den Ozean an drei Seiten; der Ort soll schon vor dem Christentum ein Heiligtum gewesen sein. Heute ist es einer der meistfotografierten Orte der portugiesischen Küste und ein perfekter erster Stopp, keine halbe Stunde vom Mietwagenschalter. Bei Flut schlagen die Wellen bis an die Stufen.
Praktisch: An der Uferpromenade von Miramar parken und das letzte Stück über Strand oder Holzstege gehen. Früh am Morgen hast du die Kapelle für dich.
2. Aveiro
Aveiro liegt an einer Lagune voller Kanäle, auf denen die bunt bemalten Moliceiro-Boote fahren, einst zum Algenernten genutzt. Spaziere am Canal Central mit seinen Jugendstilfassaden, probiere die Ovos Moles (eine lokale Süßigkeit) und mach eventuell eine kurze Bootsrunde. Der nächste Stopp, Costa Nova, liegt zehn Minuten weiter am Meer.
Praktisch: Am Zentrum parken und an den Kanälen entlanggehen; eine Bootsrunde dauert eine gute Dreiviertelstunde.
3. Costa Nova
Die Palheiros von Costa Nova sind die Postkarte dieser Küste: Holzhäuser in kräftigen roten, grünen und blauen Streifen, früher Lager für Netze und Gerät, grell gestrichen, damit man sie vom Wasser aus im Küstennebel erkannte. Sie stehen auf einer schmalen Landzunge zwischen der Ria de Aveiro und dem Ozean; hinter den Dünen wartet ein kilometerlanger Strand, und in Barra nebenan steht der höchste Leuchtturm Portugals.
Praktisch: Parken an der Hauptstraße auf der Lagunenseite (im Sommer schnell voll); die Häuserzeile und der Markt liegen zur Ria, der Strand hinter den Dünen.
4. Praia de Mira
Von Costa Nova nach Praia de Mira fährst du zwanzig Kilometer auf einem schmalen Asphaltband durch Dünen und Küstenwald, mit Meer, Pinien und sonst fast nichts: das stillste Stück der ganzen Route. Praia de Mira selbst ist ein kleiner Badeort zwischen Ozeanstrand und der Barrinha-Lagune, auf der Boote dümpeln und Wasserpflanzen blühen. Gut für einen Kaffee oder das erste Bad.
Praktisch: Frei parken rund um die Lagune; der Strand liegt direkt dahinter. Auf der Dünenstraße gelassen fahren und auf Radfahrer und Flugsand achten.
5. Figueira da Foz
Figueira da Foz hat einen der breitesten Stadtstrände Europas: die Praia da Claridade, wo ein langer Holzsteg Hunderte Meter Sand bis zum Meer überbrückt. Hinter der Stadt erhebt sich die bewaldete Serra da Boa Viagem, oben mit dem Aussichtspunkt Cabo Mondego über die ganze Küste. Ein guter Ort, um kurz am Ozean zu sein und auf der Promenade einen Kaffee zu trinken.
Praktisch: Reichlich Parkplätze an der Promenade; der Strand ist so breit, dass man wirklich ein Stück zum Wasser läuft. Wer Zeit hat, fährt die Boa Viagem hinauf zum Blick vom Cabo Mondego. Die schönste Anfahrt von Praia de Mira ist die Estrada Florestal 1 durch den Küstenwald; lass Google nicht heimlich auf die A17 wechseln.
6. São Pedro de Moel
São Pedro de Moel ist ein kleines, stimmungsvolles Dorf direkt an der Estrada Atlântica: weiße Häuser an der Klippe, eine intime Badebucht und gleich nebenan der Leuchtturm Penedo da Saudade. Der umliegende Königsforst, der Pinhal de Leiria, brannte im Oktober 2017 großteils ab und ist noch jung und niedrig; die Küstenstraße selbst, mit offenen Meerblicken, bleibt das schönste mautfreie Stück der Route. Fahr sie langsam und halte, wo die Aussicht es verlangt.
Praktisch: Im Dorf parken und zum Strand gehen; die Küstenstraße Richtung Nazaré ist das Highlight, nimm dir Zeit. Außerhalb von Juli und August ruhig.
7. Nazaré
Nazaré ist eine traditionelle Fischerstadt mit langem, sichelförmigem Stadtstrand, weltberühmt durch die Riesenwellen der Praia do Norte: Der offizielle Weltrekord im Wellenreiten (26,21 Meter, gesurft 2020) steht hier, und noch höhere Wellen warten auf Anerkennung. Nimm die Standseilbahn hinauf zum Sítio, der alten Oberstadt, für den Blick vom Suberco über die Bucht, und geh weiter zum Leuchtturm auf dem Fort, wo die großen Wellen brechen.
Praktisch: Unten parken und mit der Standseilbahn zum Sítio fahren; die Riesenwellen gibt es vor allem im Winterhalbjahr bei Sturmsee. Unten viele Fischrestaurants. Zehn Minuten weiter liegt die Muschelbucht von São Martinho do Porto, und das UNESCO-Kloster Alcobaça ist ein kurzer Schlenker.
8. Óbidos
Óbidos ist eines der besterhaltenen mittelalterlichen Städtchen Portugals: weiße Häuser mit blauen und gelben Kanten, verwinkelte Gassen voller Bougainvillea und eine komplette Stadtmauer mit einer Burg, die heute eine Pousada ist. Lauf auf der Mauer um die Stadt, probiere Ginjinha (Kirschlikör) aus einem Schokobecher und stöbere in den Buchläden. Ein stimmungsvoller letzter Stopp; danach ist es noch knapp eine Stunde über die A8 nach Lissabon.
Praktisch: Außerhalb der Mauern parken (innen ist Fahren kaum erlaubt) und durch die Porta da Vila hineingehen; früh oder spät am Tag ist es am ruhigsten. Plane ein bis zwei Stunden ein.
Durchs Landesinnere zu den Klöstern
Die Route durchs Landesinnere tauscht den Ozean gegen die großen Geschichten Mittelportugals. Du verlässt die A1 schon bei Mealhada für den ummauerten Wald von Buçaco mit seinem Märchenpalast und fährst über die Universitätsstadt Coimbra in die Serra da Lousã, wo das Schieferdorf Talasnal am bewaldeten Hang klebt. Dann folgen drei Schwergewichte dicht hintereinander: die Templerburg von Tomar, das Heiligtum von Fátima und das Kloster von Batalha. Dreimal UNESCO-Welterbe, ein Wallfahrtsort von Weltrang und ein Bergdorf, in einer Fahrt.
Plane mehr Fahrzeit ein, als die Kilometer vermuten lassen: Zwischen Coimbra und Tomar bist du fast zwei Stunden auf kurvigen Landstraßen unterwegs, dem schönsten und langsamsten Teil. Anfang (Porto bis Mealhada) und Schluss (Batalha nach Lissabon) sind bewusst Autobahn, sonst passt das nicht in einen Tag. Umgekehrt startest du mit Batalha im Morgenlicht und endest mit der tiefen Sonne über dem Wald von Buçaco.
Die 6 Stopps durchs Landesinnere
1. Buçaco
Die Mata Nacional do Buçaco ist ein ummauerter Wald voller alter und exotischer Bäume, einst um ein Karmeliterkloster angelegt, mit Kapellen, Farntälern und der Wassertreppe Fonte Fria. Mittendrin steht das Palace Hotel do Buçaco, ein neomanuelinischer Palast vom Ende des neunzehnten Jahrhunderts, gebaut als königliches Refugium; er wirkt wie aus einem Märchen. Geh hinauf zum Aussichtspunkt Cruz Alta, bei klarem Wetter reicht der Blick weit über die Ebene.
Praktisch: Du fährst durch ein schmales Mauttor in den Park (Eintritt pro Auto) und parkst am Palast. Plane eine Stunde für Palast und Wassertreppe ein, mehr mit dem Weg zur Cruz Alta.
2. Coimbra
Coimbra klettert in roten Dächern einen Hügel über dem Mondego hinauf, gekrönt von der Universität von 1290, einer der ältesten Europas und UNESCO-Welterbe. Besuche die prunkvolle barocke Biblioteca Joanina und den Universitätsturm, streife durch die steilen Gassen der Altstadt und lausche, wenn möglich, dem Fado de Coimbra, gesungen von Männern in schwarzen Umhängen.
Praktisch: Unten am Fluss parken und hinaufgehen oder die kleine Bahn nehmen; für die Joanina-Bibliothek vorab ein Zeitfenster buchen. Plane mindestens einen halben Tag ein, wenn du wirklich hinein willst.
3. Talasnal (Serra da Lousã)
Talasnal ist das bekannteste der Aldeias do Xisto, der Schieferdörfer der Serra da Lousã: Gassen aus graubraunem Schiefer an einem bewaldeten Hang, einst fast verlassen und heute liebevoll restauriert, mit ein paar Restaurants und Gästehäusern. Der Anstieg von Lousã ist ein Bergsträßchen mit Kehren und Talblicken; unten am Bach passierst du die kleine Burg von Lousã.
Praktisch: Auf dem Platz unterhalb des Dorfs parken und das letzte Stück gehen; die Gassen selbst sind autofrei. Am Wochenende sind die Restaurants offen, unter der Woche kann alles zu sein.
4. Tomar
Über Tomar thront das Convento de Cristo, 1160 von Gualdim Pais als Templerburg gegründet und später Hauptsitz des Christusordens, des Ordens hinter den portugiesischen Entdeckungsfahrten. Drinnen warten die Charola, eine achteckige Templerkapelle nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem, und das berühmte manuelinische Fenster, vielleicht das reichste Schmuckfenster Portugals. Die Stadt unten am Nabão eignet sich fürs Mittagessen.
Praktisch: Hinauffahren und am Convento parken; Tickets vor Ort oder online. Plane anderthalb bis zwei Stunden ein.
5. Fátima
Fátima ist einer der größten Marienwallfahrtsorte der Welt, entstanden nach den Erscheinungen, die drei Hirtenkinder hier 1917 meldeten. Auf der riesigen Esplanade stehen die weiße Basilika mit ihrer Kolonnade und gegenüber die moderne Basílica da Santíssima Trindade; das Herz ist die kleine Capelinha das Aparições an der Stelle der Erscheinungen. Auch ohne Glauben spürt man hier Größe und Stille.
Praktisch: Große Parkplätze rund um das Heiligtum; eine Stunde reicht für Esplanade und Kapelle. Um den 13. Mai und 13. Oktober kommen Hunderttausende Pilger: eindrucksvoll, aber nichts für einen schnellen Zwischenstopp.
6. Batalha
Das Kloster von Batalha entstand nach der Schlacht von Aljubarrota (1385) als eingelöstes Gelübde König Joãos I. für seinen Sieg über Kastilien; gebaut wurde fast zwei Jahrhunderte. Außen ein Fest aus Fialen und Strebebögen, innen liegen João und seine englische Königin Philippa Hand in Hand auf ihrem Grabmal. Am berühmtesten sind die Capelas Imperfeitas, eine achteckige Grabkapelle, die nie vollendet wurde und offen unter dem Himmel steht.
Praktisch: Neben dem Kloster parken; die Kirche ist gratis, für Kreuzgänge und die Capelas Imperfeitas gibt es Tickets. Der letzte Stopp vor der Schlussetappe nach Lissabon.
Die schnellste oder die schönste Route
Die A1 bringt dich in gut drei Stunden von Porto nach Lissabon, kostet aber ca. 25 Euro Maut (Tarif 2026) und zeigt dir vor allem Asphalt. Unsere zwei Routen nehmen bewusst den schönen Weg: die Küste oder das Landesinnere. Länger, aber mit Aussicht, Dörfern und Stopps. Die Autobahn bleibt immer in der Nähe: Bei Aveiro, Coimbra, Leiria oder Óbidos bist du schnell wieder auf der A1 oder A8, wenn die Zeit drängt. Zwei Tage? Hin an der Küste, zurück durchs Landesinnere.
Praktisch: Mietwagen, Maut, Saison und Fahrzeug
Mietwagen und one-way: Innerhalb Portugals ist es normal, das Auto in der einen Stadt abzuholen und in der anderen abzugeben, bei den großen Vermietern meist gratis oder günstig. Rechne mit einer überschaubaren Einweggebühr und prüfe sie vorab; mit einer grenzüberschreitenden Abgabe, die oft Hunderte Euro kostet, ist das nicht zu vergleichen.
Maut: Portugal hat zum 1. Januar 2025 die Maut auf vielen Autobahnen abgeschafft (unter anderem A22, A23, A24 und A25), aber genau die Straßen dieser Strecke blieben mautpflichtig: A1, A8, A14, A17 und A29. Die Küsten-A17 und die A29 haben keine Mautstellen, nur Kennzeichenkameras. Miete deshalb eine Mautbox (Via Verde) zum Auto, dann wird alles automatisch abgebucht. Die gute Nachricht: Die Küstenroute läuft bis Óbidos fast komplett über mautfreie N-Straßen; nur das Schlussstück über die A8 kostet. Achtung: Google Maps wählt je Etappe manchmal die parallele Mautstraße (A29, A17), wenn sie ein paar Minuten schneller ist; aktiviere dann "Mautstraßen vermeiden" oder tippe die graue Alternative an, und du bist wieder an der Küste. Durchs Landesinnere zahlst du vor allem auf der A1 bis zur Ausfahrt Mealhada und auf der Schlussetappe nach Lissabon.
Beste Reisezeit: Mai, Juni, September und Oktober sind ideal. Im Juli und August sind die Küstenorte voll; starte dann früh. Die Riesenwellen von Nazaré gibt es gerade im Winterhalbjahr bei Sturmsee, und um die Wallfahrtstage am 13. Mai und 13. Oktober ist Fátima eindrucksvoll, aber extrem voll.
Fahrzeug: Die Estrada Atlântica und die Bergstraße nach Talasnal sind ein Fest mit dem Cabrio oder dem Motorrad. Mit dem normalen Mietwagen fährst du sie genauso gut; mit dem Camper achtest du auf den engen Ortskern von Óbidos, parkst in Talasnal unterhalb des Dorfs und weißt, dass der Wald von Buçaco ein schmales Mauttor als Einfahrt hat.
Tanken: Tanke, bevor du das Auto abgibst (volltanken ist bei den meisten Vermietern die Regel). Nahe beiden Flughäfen gibt es Tankstellen.
Bewertungen von Fahrern
Bewertungen erscheinen hier mit Fahrzeug, Erfahrung und Monat der Fahrt. Eine Bewertung ist bei uns nicht käuflich, und das bleibt leer, bis wirklich gefahren wurde.
Route teilen oder speichern
Teile diese Fahrt mit dem, der sie fahren soll
Oder schick sie dir selbst, für unterwegs
Route an dich selbst mailenHäufige Fragen
Was ist die schönste Route von Porto nach Lissabon?
Es gibt zwei. An der Küste über Senhor da Pedra, Aveiro, Costa Nova, Praia de Mira, Figueira da Foz, São Pedro de Moel, Nazaré und Óbidos (ca. 370 km). Oder durchs Landesinnere über Buçaco, Coimbra, Talasnal, Tomar, Fátima und Batalha (ca. 445 km). Beide öffnest du oben mit allen Stopps in Google Maps.
Wie lange dauert die Fahrt von Porto nach Lissabon?
Über die A1 gut 3 Stunden. Die Küstenroute hat etwa 5 Std. 45 reine Fahrzeit, die Route durchs Landesinnere etwa 7 Stunden; mit den Stopps ist jede Route ein voller Tag, schöner sind zwei Tage mit einer Übernachtung auf halber Strecke.
Küste oder Landesinnere: was soll ich wählen?
Willst du Meer, Strände und Fotostopps, nimm die Küste; das ist auch der einfachere Tag. Willst du Klöster, Geschichte und stille Landstraßen, fahr durchs Landesinnere: dreimal UNESCO plus Fátima. Bei zwei Tagen: hin an der Küste, zurück durchs Landesinnere.
Muss man zwischen Porto und Lissabon Maut zahlen?
Auf der A1 ja: ca. 25 Euro für einen Pkw (Tarif 2026). Seit dem 1. Januar 2025 sind viele portugiesische Autobahnen mautfrei, aber gerade nicht die Straßen dieser Strecke (A1, A8, A14, A17, A29). Die Küstenroute fährt bis Óbidos fast mautfrei über N-Straßen; nur das Finale über die A8 kostet. Miete eine Mautbox: A17 und A29 haben nur Kennzeichenkameras. Aktiviere für die Küstenroute "Mautstraßen vermeiden" in Google Maps; dann folgt die App von selbst den mautfreien Küstenstraßen.
Kann man den Mietwagen von Porto nach Lissabon fahren und dort abgeben?
Ja. Innerhalb Portugals ist so eine Einwegmiete normal und bei den großen Vermietern meist gratis oder günstig. Prüfe die Einweggebühr und ob du am Flughafen (LIS) oder in der Stadt abgibst; das kann den Preis ändern.
Was ist die Estrada Atlântica?
Die landschaftliche Küstenstraße (N242) durch den Pinhal de Leiria, den jahrhundertealten Königsforst zwischen Figueira da Foz und Nazaré. Der Wald brannte im Oktober 2017 großteils ab und ist noch jung und niedrig, aber die Straße selbst, vorbei an São Pedro de Moel und dem Leuchtturm Penedo da Saudade, bleibt das schönste mautfreie Stück der Küstenroute.
Lohnt sich der Abstecher nach Fátima?
Es ist nicht einmal ein Abstecher: Fátima liegt auf der Route durchs Landesinnere, zwischen Tomar und Batalha. Das Heiligtum mit der riesigen Esplanade entstand nach den Erscheinungen von 1917 und gehört zu den größten Wallfahrtsorten der Welt; auch ohne Glauben beeindruckt die Größe. Plane eine Stunde ein.
Wo übernachtet man auf halber Strecke zwischen Porto und Lissabon?
Auf der Küstenroute: Nazaré (Wellen und Fischrestaurants) oder das ummauerte Óbidos für einen stimmungsvollen Abend. Im Landesinneren: Coimbra für die Universitätsstadt oder Tomar am Nabão. Mit einer Übernachtung werden aus jeder Route zwei entspannte Tage.
Kann man die Routen in Google Maps öffnen?
Ja, gratis. Wähle oben Route und Richtung; Google Maps öffnet mit allen Stopps. Für Garmin, Komoot oder TomTom gibt es zusätzlich eine GPX pro Fahrt.
Was wir bewusst weglassen
Peniche und die Berlengas-Inseln sind herrlich, aber ein eigener Tagesausflug. Sintra und die Küste von Cascais gehören zu deinen Lissabon-Tagen; in diese Fahrt gepresst kommen sie zu kurz. Die Serra da Estrela, das höchste Gebirge des portugiesischen Festlands, gehört zu einer ganz anderen Route. Und Alcobaça lassen wir gerade nicht mehr weg: Das UNESCO-Kloster liegt wenige Minuten neben der Küstenroute, siehe den Tipp bei den Küstenstopps.