Die schönste Route von Malaga nach Sevilla (und zurück)
Du landest in Malaga (AGP) und gibst den Mietwagen in Sevilla (SVQ) ab, oder fährst andersherum? Das ist die schönste Route zwischen beiden Städten: nicht die langweilige A-45, sondern durch die Serranía de Ronda und die weißen Dörfer, wo die Autobahn in knapp drei Stunden an den Feldern vorbeirast. Eine Tagesfahrt mit Stopps, die die Fahrt zum Urlaubstag machen.
Nicht die schnellste Route, sondern die schönste. Alle Stopps sind schon drin.
Fotos via Wikimedia Commons: Ronda von Benjamin Smith (CC BY-SA 4.0), Caminito del Rey von Malopez 21 (CC BY-SA 4.0), Zahara de la Sierra von Gzzz (CC BY-SA 4.0).
Die Berge statt der A-92
Der schnellste Weg von Malaga nach Sevilla ist die A-45 nach Antequera und die A-92: knapp drei Stunden Autobahn an Feldern und Industrie vorbei, mautfrei. Schön ist das nicht. Diese Route nimmt sich Zeit und nimmt die Berge: die schwindelerregende Schlucht des Caminito del Rey, das von der Tajo-Schlucht gespaltene Ronda auf seinem Felsen mit seiner berühmten Brücke, und die Pueblos Blancos (die weißen Dörfer Setenil, Olvera und Zahara de la Sierra), bevor du nach Sevilla hinabfährst.
Es ist eine Fly-drive-Route par excellence: du landest an einem Flughafen, holst deinen Mietwagen und gibst ihn am anderen ab. Deshalb beschreiben wir beide Richtungen getrennt, denn Hin- und Rückweg fahren sich anders. Und du öffnest die ganze Route mit allen Stopps in Google Maps oder lädst die GPX herunter, sodass du unterwegs nichts nachschlagen musst.
Die Route auf der Karte
Schematische Übersicht von Touren.app, keine Navigationskarte. Die genaue Route öffnet sich unter „Diese Route fahren“ oder in Google Maps. Kartenausrichtung: Norden oben.
Eckdaten dieser Route
| Distanz (schönste Route) | ca. 290 km schönste Route (schnellste Route: ca. 220 km) |
|---|---|
| Reine Fahrzeit | ca. 5 Std. 30 (schnellste Route: ca. 2 Std. 45) |
| Tagesdauer mit Stopps | 10 bis 11 Stunden mit 3 Stopps; mit allen 5 Stopps besser zwei Tage |
| Autobahnanteil | ca. 30%, bei Malaga und kurz vor Sevilla; das Bergstück dazwischen ist Bergstraße |
| Maut und Vignetten | keine: die A-45, A-92, A-357, A-384 und A-4 sind mautfreie Schnellstraßen, und Spanien hat keine Vignette |
| Kraftstoff (Richtwert) | ca. 22 Liter bei 7,5 l/100 km in den Bergen; rechne mit 32 bis 42 Euro (Spritpreis schwankt) |
| Länder und Grenzübergänge | 1 Land (Spanien), kein Grenzübergang |
| Straßentyp | Bergstraßen (A-357, A-367, A-374) und Regionalstraßen durch die Pueblos Blancos, mit Schnellstraße bei Malaga und Sevilla |
| Geeignet für | Mietwagen: ja · Cabrio: sehr (Bergstraßen) · Motorrad: sehr · Wohnmobil: ja, achte auf die engen Ortskerne (Setenil) |
Die andalusischen Schnellstraßen (A-45, A-92, A-357, A-384, A-4) sind mautfrei und Spanien hat keine Vignette (Quelle: ANWB und SpanjeVandaag (niederländische Quellen), geprüft 10. Juli 2026). Distanz, Fahrzeit und Autobahnanteil sind entlang der gewählten Stopps gemessen (Juli 2026). Die Kraftstoffkosten sind mit den genannten Annahmen berechnet; der Spritpreis schwankt.
Prüfe unterwegs immer Verkehrsschilder, aktuelle Sperrungen und örtliche Regeln.
Für wen ist diese Route
Für alle, die in Malaga landen, einen Mietwagen haben und nicht gleich drei Stunden Autobahn nach Sevilla fahren wollen. Für alle, die die Hin- oder Rückreise eines Flugurlaubs zu einem echten Roadtrip-Tag durch einen der schönsten Teile Andalusiens ausdehnen wollen. Und für alle, die lieber Berge und weiße Dörfer sehen als die Leitplanke: die Straßen durch die Serranía de Ronda sind ein Genuss im Cabrio oder auf dem Motorrad, und mit einem normalen Mietwagen fährst du sie genauso gut.
Von Malaga nach Sevilla
Hol deinen Wagen in Malaga und fahr landeinwärts, weg von der Küste. Erstes Highlight ist der Caminito del Rey bei El Chorro: die spektakuläre Gaitanes-Schlucht, mit dem berühmten Steg, wenn du vorab ein Ticket gebucht hast. Weiter über die Bergstraßen nach Ronda, dem Prunkstück, für die Puente Nuevo über die Tajo-Schlucht und ein Mittagessen in der Altstadt. Am Nachmittag die weißen Dörfer: Setenil de las Bodegas mit seinen Häusern unter dem Fels und Olvera mit seiner Burg auf dem Hügel. Schließe bei Zahara de la Sierra über dem türkisen Stausee ab und fahr dann nach Sevilla hinab.
Ein ehrlicher Rat: mit drei Stopps ist das eine stramme Tagesfahrt von zehn bis elf Stunden. Willst du alle fünf Stopps mitnehmen und den Caminito del Rey wirklich gehen, mach zwei Tage daraus mit einer Übernachtung in Ronda. Du gibst den Wagen am Flughafen Sevilla (SVQ) oder in der Stadt selbst ab; Letzteres ist oft günstiger, frag bei deinem Vermieter nach.
Von Sevilla nach Malaga
Andersherum fährt es sich anders. Beginne früh in Sevilla und fahr in die Sierra, mit den weißen Dörfern im Morgenlicht: zuerst Zahara de la Sierra über dem Stausee, dann Olvera und Setenil. Mittagessen in Ronda, solange die Tagesgäste noch unterwegs sind, und heb dir den Caminito del Rey und die Gaitanes-Schlucht für den Nachmittag auf; buch dein Zeitfenster passend zum Rückweg. Danach fährst du nach Malaga hinab.
Plane bei der Abgabe in Malaga die Rückgabezeit vor deinem Flug und die Tankregel deines Vermieters ein (meist voll zurückgeben). Tank daher noch kurz vor dem Flughafen.
Die schnellste oder die schönste Route
Die A-45 und A-92 bringen dich in knapp drei Stunden von Malaga nach Sevilla, mautfrei. Praktisch, wenn du es eilig hast, aber du siehst vor allem Felder und Asphalt. Diese Route nimmt bewusst die Berge und die weißen Dörfer: länger, aber mit Aussicht, Schluchten und Städtchen. Rechne mit einem vollen Tag statt einer kurzen Fahrt. Zum Abkürzen fährst du bei Ronda oder bei Antequera wieder auf die schnelle Straße.
Die 5 Stopps entlang der Route
1. Caminito del Rey
Der Caminito del Rey ist ein schmaler Holzsteg, der an der senkrechten Wand der Schlucht Desfiladero de los Gaitanes klebt, hundert Meter über dem Fluss. Die Schlucht allein ist schon von der Straße beeindruckend; wer den Steg wirklich gehen will, bucht vorab, denn die Tickets mit Zeitfenster sind oft Wochen im Voraus ausverkauft.
Praktisch: der Weg ist 2,9 km einfach (rechne 3 bis 4 Stunden mit dem Shuttlebus zurück), Tickets mit Zeitfenster online, montags und bei starkem Wind geschlossen. Parken am Nord- oder Südeingang.
2. Ronda
Ronda ist der Blickfang der Fahrt: eine Altstadt auf einem Felsplateau, das die Tajo-Schlucht in zwei Teile spaltet, mit der Puente Nuevo aus dem 18. Jahrhundert, die die Hälften hundert Meter über dem Grund verbindet. Geh zu den Aussichtspunkten (Miradores) für den Blick und durch die Altstadt mit der ältesten Stierkampfarena Spaniens.
Praktisch: kostenpflichtige Parkplätze am Rand, in der Hochsaison voll; die Brücken und Miradores liegen in Gehweite. Ein lohnender Mittagsstopp auf halber Strecke.
3. Setenil de las Bodegas
Setenil de las Bodegas ist einzigartig: die weißen Häuser sind unter einem gewaltigen überhängenden Felsen gebaut, der wie ein Dach über den Straßen liegt. Geh durch die Calle Cuevas de la Sombra und Cuevas del Sol, trink etwas auf einer Terrasse halb im Fels und fahr dann weiter. Ein kurzer, überraschender Stopp zwischen Ronda und Olvera.
Praktisch: am Rand parken und ins Zentrum laufen; die Gassen sind eng und nichts für große Wohnmobile. Früh oder spät am Tag ist es ruhiger.
4. Olvera
Olvera ist die klassische Silhouette der Pueblos Blancos: eine weiße Stadt auf einem Hügel, gekrönt von der maurischen Burg und der großen Kirche Nuestra Señora de la Encarnación. Fahr den Hügel hinauf zur Burg für einen weiten Blick über die Olivenhaine und die Sierra, oder betrachte die Silhouette von der Straße unten.
Praktisch: in der Unterstadt parken; zur Burg ist es ein kurzer steiler Aufstieg zu Fuß. Hier beginnt auch die Via Verde de la Sierra, eine alte Bahntrasse zum Radeln und Wandern.
5. Zahara de la Sierra
Zahara de la Sierra beschließt die Berge: ein weißes Dorf an einem Felsen mit einem maurischen Wachturm auf der Spitze, hoch über dem türkisen Stausee Zahara-El Gastor. Der Blick vom Dorf über den See und die Sierra de Grazalema gehört zu den schönsten Andalusiens. Von hier fährst du in die Ebene hinab und fährst weiter nach Sevilla.
Praktisch: am Dorfeingang parken und zum Turm hinauflaufen. Am Stausee gibt es in der Saison Stellen zum Schwimmen und Picknicken.
Praktisch: Mietwagen, Saison und Fahrzeug
Mietwagen und One-way: innerhalb Spaniens ist es normal, einen Wagen in einer Stadt zu holen und in einer anderen abzugeben, und bei den großen Vermietern meist gratis oder günstig. Rechne mit einer begrenzten Einweggebühr und prüfe sie vorab; das ist nicht mit einer Rückgabe im Ausland zu vergleichen, die oft Hunderte Euro kostet.
Caminito del Rey: willst du den Steg wirklich gehen, buch vorab online ein Zeitfenster (oft Wochen im Voraus ausverkauft). Der Weg ist 2,9 km einfach und dauert mit dem Shuttlebus zurück einen halben Tag; plane ihn als Hauptaktivität, nicht als kurzen Stopp. Montags und bei starkem Wind geschlossen.
Beste Reisezeit: April, Mai, Juni, September und Oktober sind ideal. Im Juli und August ist es im Landesinneren heiß (weit über 35 Grad); starte dann sehr früh und trink viel. Die weißen Dörfer sind dann auch voll.
Fahrzeug: die Bergstraßen sind ein Fest im Cabrio oder auf dem Motorrad. Mit einem normalen Mietwagen fährst du sie genauso gut; mit einem Wohnmobil achtest du auf die engen, steilen Ortskerne (vor allem Setenil) und parkst am Rand.
Tanken: tank, bevor du den Wagen abgibst (voll zurückgeben ist bei den meisten Vermietern die Regel). In der Nähe beider Flughäfen gibt es Tankstellen.
Bewertungen von Fahrern
Bewertungen erscheinen hier mit Fahrzeug, Erfahrung und Monat der Fahrt. Eine Bewertung ist bei uns nicht käuflich, und das bleibt leer, bis wirklich gefahren wurde.
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Route an dich selbst mailenHäufige Fragen
Was ist die schönste Route von Malaga nach Sevilla?
Nicht die A-45/A-92, sondern die Bergroute durch die Serranía de Ronda und die Pueblos Blancos: über den Caminito del Rey, Ronda, Setenil de las Bodegas, Olvera und Zahara de la Sierra. Etwa 290 Kilometer, während es über die Autobahn rund 220 sind. Du öffnest sie oben mit allen Stopps in Google Maps.
Wie lange dauert die Fahrt von Malaga nach Sevilla?
Über die Autobahn (A-45 und A-92) knapp 3 Stunden. Die schönste Route mit den fünf Stopps sind etwa 5 bis 6 Stunden reine Fahrzeit; mit den Stopps ist es ein voller Tag, oder zwei Tage, wenn du alles mitnimmst und den Caminito del Rey gehst.
Kann man mit einem Mietwagen vom Flughafen Malaga nach Sevilla fahren und ihn dort abgeben?
Ja. Innerhalb Spaniens ist so eine einfache Fahrt normal und bei den großen Vermietern meist gratis oder günstig. Prüfe die Einweggebühr und ob du am Flughafen (SVQ) oder in der Stadt abgibst; das kann den Preis beeinflussen.
Muss man den Caminito del Rey vorab buchen?
Ja, wenn du den Steg gehen willst. Die Tickets haben ein Zeitfenster und sind oft Wochen im Voraus ausverkauft; mit dem Shuttlebus zurück dauert der Weg einen halben Tag. Die Schlucht selbst siehst du auch ohne Ticket von El Chorro. Montags und bei starkem Wind geschlossen.
Ist diese Route mautfrei?
Ja. Die Schnellstraßen A-45, A-92 und A-4 und die regionalen Bergstraßen sind mautfrei, und Spanien hat keine Vignette. Die einzige Mautstraße in der Nähe ist die AP-46 bei Malaga, und die brauchst du auf dieser Route nicht.
Ist die Route andersherum, von Sevilla nach Malaga, gleich?
Nein, wir beschreiben beide Richtungen getrennt. Du beginnst dann bei Zahara de la Sierra und den weißen Dörfern im Morgenlicht, isst in Ronda zu Mittag und hebst dir den Caminito del Rey für den Nachmittag auf. Andere Zeiteinteilung, ein anderer Ort fürs Mittagessen.
Kann man die Route in Google Maps öffnen?
Ja, gratis. Wähle oben deine Richtung und die Route öffnet sich in Google Maps mit allen Stopps schon drin. Es gibt auch eine GPX pro Richtung für Garmin, Komoot oder TomTom.
Was wir bewusst weglassen
Grazalema und der gleichnamige Naturpark liegen nah an der Route und sind wunderschön, aber die Bergstraße dorthin ist ein Tagesausflug für sich; wir halten die direkte Linie nach Sevilla. Auch Antequera mit der Felslandschaft von El Torcal lassen wir hier weg: das gehört zur Route von Malaga nach Granada. Und die Costa del Sol bei Marbella lassen wir aus, denn sie liegt in der falschen Richtung.