Die schönste Route von Barcelona nach Valencia (oder umgekehrt)
Du landest in Barcelona-El Prat (BCN) und gibst den Mietwagen in Valencia (VLC) ab, oder umgekehrt? Wir haben zwei schöne Routen zwischen beiden Städten gezeichnet: eine entlang der Küste und eine durch die Berge, jede in beide Richtungen. Die Autobahn rauscht in gut drei Stunden durch; diese Routen machen daraus einen Urlaubstag.
Zwei Routen: Küste oder Berge
Beide schön, beide in beide Richtungen. Wähle deine Route und öffne sie in Google Maps, oder lade die GPX herunter.
Entlang der Küste
EmpfehlungMeer, Strände und Küstenstädtchen: der Klassiker.
Durch die Berge
Bergdörfer, Schluchten und leere Pässe: die stille, spektakuläre Route.
Zwei Tage? Fahr hin an der Küste und zurück durch die Berge (oder umgekehrt).
Fotos via Wikimedia Commons: Peñíscola von Millars (CC BY-SA 3.0 es), Morella von Jialxv (CC BY-SA 4.0), Ebrodelta von Abelcamprubiraves (CC BY-SA 4.0).
Zweimal schön: die Küste oder die Berge
Der schnellste Weg von Barcelona nach Valencia ist die AP-7: gut drei Stunden öde Autobahn, seit dem 1. September 2021 mautfrei. Wir haben zwei viel schönere Alternativen gezeichnet. Die Küstenroute folgt dem Mittelmeer über Sitges, Tarragona, das Ebrodelta, Peñíscola und die Albufera. Die Bergroute zieht ins stille Hinterland, vorbei am Weindorf Siurana, der ummauerten Stadt Morella und der Schlucht von Montanejos. Beide beschreiben wir in beide Richtungen, denn hin und zurück fährt es sich anders.
Es ist eine Fly-and-drive-Route par excellence: du landest an einem Flughafen, holst den Mietwagen und gibst ihn am anderen ab. Wähle unten deine Route und Richtung; alle Stopps sind schon im Google-Maps-Link, und es gibt eine GPX pro Fahrt.
Küste oder Berge: die Routen im Vergleich
| Entlang der Küste | Durch die Berge | |
|---|---|---|
| Distanz | ca. 485 km | ca. 555 km |
| Reine Fahrzeit | ca. 7 Std. 20 | ca. 8 Std. 30 |
| Autobahnanteil | ca. 20% | ca. 10% |
| Anzahl Stopps | 7 | 4 |
| Charakter | Meer, Strände, Küstenstädtchen | Bergdörfer, Schluchten und Pässe |
| Schönste Straßen | C-31 Garraf, N-340, CV-141 Serra d'Irta, CV-500 Albufera | N-232, CV-15 Maestrazgo, CV-20 Mijares |
| Am besten für | Strand und Kultur, erster Besuch, mit Kindern | Ruhe und Fahrspaß, kein Trubel, zweiter Besuch |
Gut zu wissen (gilt für beide Routen)
| Maut und Vignetten | keine: die AP-7 und AP-2 sind seit dem 1. September 2021 mautfrei, und Spanien hat keine Vignette |
|---|---|
| Kraftstoff (Richtwert) | Küste ca. 35 l, Berge ca. 40 l bei 7 l/100 km; rechne mit 50 bis 70 Euro (Preis schwankt) |
| Länder und Grenzen | 1 Land (Spanien), kein Grenzübergang |
| Mietwagen Einwegmiete | in verschiedenen Städten holen und abgeben: in Spanien normal, meist geringe Gebühr |
| Beste Reisezeit | Mai, Juni, September und Oktober; an der Küste entgehst du der Sommerhitze, die Berge sind dann kühler |
| Geeignet für | Mietwagen, Cabrio, Motorrad und Wohnmobil (auf enge Altstädte und Bergpässe achten) |
Die AP-7 und AP-2 sind seit dem 1. September 2021 mautfrei (Quelle: ANWB und SpanjeVandaag (niederländische Quellen), geprüft am 10. Juli 2026). Distanzen und Fahrzeiten pro Route sind in OSRM und Google Maps entlang der gewählten Stopps gemessen (Juli 2026). Die Kraftstoffkosten sind mit den genannten Annahmen berechnet; der Preis schwankt.
Prüfe unterwegs immer Verkehrsschilder, aktuelle Sperrungen und örtliche Regeln.
Für wen ist diese Route
Für alle, die in Barcelona oder Valencia landen, einen Mietwagen haben und nicht sofort drei Stunden Autopista fahren wollen. Die Küstenroute ist ideal für einen ersten Besuch, für Strand und Kultur und für Reisen mit Kindern. Die Bergroute ist für Liebhaber von Fahrspaß, leeren Straßen und Bergdörfern, und für alle, die dem Trubel an der Küste entgehen wollen. Beide sind ein Genuss im Cabrio oder auf dem Motorrad, und mit einem normalen Mietwagen fährst du sie genauso gut.
Die zwei Routen im Detail
Entlang der Küste
Die Küstenroute ist der Klassiker. Von Barcelona geht es gleich auf die Garraf-Klippenstraße (C-31) nach Sitges, danach folgst du dem Mittelmeer so weit wie möglich über Küsten- und Nebenstraßen. Das römische Tarragona, das weite Ebrodelta, die ummauerte Halbinsel von Peñíscola, der wilde Naturpark Serra d'Irta und die Lagune der Albufera reihen sich zu einem Tag voller Meer, Strände und Städtchen. Die Autobahn nutzt du nur in den Lücken, wo es keine schöne Küstenstraße gibt.
Andersherum, von Valencia nach Barcelona, beginnst du ruhig an der Albufera, trinkst Kaffee in Peñíscola, wenn die Morgensonne auf den Mauern liegt, und hebst dir die Garraf-Klippenstraße für das goldene Abendlicht kurz vor Barcelona auf.
Die 7 Stopps entlang der Küste
1. Sitges
Sitges liegt am Ende der spektakulären Garraf-Klippenstraße, dem schönsten Auftakt der Fahrt. Das weiße Altstadtzentrum mit der Kirche auf dem Felsen über dem Meer ist ein Klassiker der Costa Daurada, mit einer langen Promenade, um die Beine zu vertreten, bevor du weiterfährst.
Praktisch: kostenpflichtige Parkplätze, im Sommer voll; früh kommen oder am Rand parken und laufen.
2. Tarragona
Tarragona war eine der wichtigsten Städte des römischen Spaniens, und das sieht man: ein Amphitheater direkt über dem Strand, der Balcó del Mediterrani und eine schöne Altstadt. Ein lohnender Mittagsstopp nach etwa einem Drittel der Route.
Praktisch: Parkhaus im Zentrum; Amphitheater und Altstadt liegen in Gehweite.
3. Ebro-Delta (Deltebre)
Das Ebrodelta ist ein völlig anderes Spanien: flache Reisfelder bis zum Horizont, Lagunen mit Flamingos und leere Strände. Fahr nach Deltebre oder zum Strand des Trabucador für die Leere und das Licht; der Kontrast zu den Küstenorten ist groß.
Praktisch: freies Parken an den Besucherpunkten und Stränden; nimm dir Zeit für die Nebenstraßen.
4. Peñíscola
Peñíscola ist der Blickfang der Fahrt: eine ummauerte Altstadt auf einer Felshalbinsel, die ins Meer ragt, mit der Templerburg auf dem höchsten Punkt (bekannt aus Game of Thrones). Steig durch die weißen Gassen hinauf für den Blick über die Küste.
Praktisch: kostenpflichtige Parkplätze unter der Altstadt; viele Treppen zur Burg.
5. Serra d'Irta (Alcossebre)
Zwischen Peñíscola und Alcossebre streift die Straße die Serra d'Irta, einen der letzten unverbauten Abschnitte der Mittelmeerküste: Klippen, Zwergpalmen und alte Wachtürme. Die CV-141 und die Promenade von Alcossebre geben dir den Blick; wer will, parkt und läuft das letzte Stück zum Torre Badum und den klaren Buchten.
Praktisch: die Straße durch den Park ist teils unbefestigt, ruhig fahren; am Zugang parken und das letzte Stück laufen.
6. Sagunto
Sagunto hat eine lange Burgruine auf dem Bergrücken über der Stadt und ein römisches Theater darunter, beide gratis zu besichtigen. Ein kurzer Aufstieg belohnt dich mit einem weiten Blick über die Huerta und die Küste, kurz bevor du nach Valencia hineinfährst.
Praktisch: unten parken, gratis; zur Burg ist es ein kurzer Aufstieg zu Fuß.
7. Albufera (El Palmar)
Die Albufera bei El Palmar beschließt die Route: eine große Süßwasserlagune und Reisfelder südlich von Valencia, die Wiege der Paella. Ein Boot bei Sonnenuntergang oder ein Teller Reis im Dorf ist ein schöner Abschluss, bevor du in die Stadt fährst.
Praktisch: freies Parken bei El Palmar; komm vor Sonnenuntergang für das beste Licht auf der Lagune.
Durch die Berge
Die Bergroute kehrt der Küste den Rücken und sucht das leere, hoch gelegene Hinterland. Von Barcelona steigst du zum Weindorf Siurana im Priorat, querst das Bergland von Els Ports zur ummauerten Stadt Morella und zum Klippendorf Ares del Maestrat und fährst über die kurvige CV-15 durch das Maestrazgo hinab zur türkisen Schlucht von Montanejos. Fast keine Autobahn, kaum Trubel, nur Bergdörfer, Pässe und Panoramen. Eine längere, stillere und spektakuläre Route, ideal für alle, die Fahrspaß und Ruhe suchen.
Optional: gleich außerhalb Barcelonas kannst du zuerst eine Schleife über den Montserrat fahren, den gezackten heiligen Berg, bevor du ins Priorat hinabfährst. Andersherum, von Valencia nach Barcelona, beginnst du mit dem Aufstieg nach Montanejos und endest im Weinland des Priorat.
Die 4 Stopps durch die Berge
1. Siurana (Priorat)
Siurana ist ein winziges Dorf auf einer Felsklippe hoch über einem türkisen Stausee, im Herzen des Weinlands Priorat und unter dem Sägezahnkamm der Serra de Montsant. Der Aufstieg ist einer der schönsten Kataloniens, mit Blick über Weinberge und Schluchten in jeder Kurve.
Praktisch: am Dorfrand parken, schmale Zufahrt; kombiniere es mit einem Weinstopp in Gratallops oder Escaladei.
2. Morella
Morella ist das Prunkstück des Hinterlands: eine komplette mittelalterliche Stadt in ihren Mauern, mit einer Burg auf der Spitze und den höchsten Kirchtürmen der Gegend. Ihre Silhouette taucht schon aus kilometerweiter Entfernung über dem leeren Hochland von Els Ports auf.
Praktisch: außerhalb der Mauern parken; zur Burg ist es ein steiler Aufstieg, aber der Blick ist grenzenlos.
3. Ares del Maestrat
Ares del Maestrat klebt an einer senkrechten Felswand unter der Mola d'Ares, mit einer Handvoll Gassen, einer Einsiedelei am Rand und einem weiten Blick über das Maestrazgo. Der Weg dorthin, die CV-15, ist eine einzige Kette aus Kurven und Bergpanoramen.
Praktisch: klein und ruhig; am Dorfeingang parken und zum Aussichtspunkt laufen.
4. Montanejos
Montanejos beschließt die Bergroute über dem Fluss Mijares, wo die Fuente de los Baños das ganze Jahr mit rund 25 Grad aus dem Fels kommt und die Estrechos-Schlucht smaragdgrünes Wasser durch die Berge führt. Ein kühlendes, spektakuläres Finale, bevor du nach Valencia hinabfährst.
Praktisch: am Dorf oder an den Quellen parken; an Sommertagen kann es voll sein, komm früh.
Die schnellste oder die schönste Route
Die AP-7 bringt dich in gut drei Stunden von Barcelona nach Valencia, mautfrei seit 2021, aber du siehst vor allem Leitplanke und Industrie. Unsere zwei Routen nehmen bewusst den schönen Weg: die Küste oder die Berge. Länger, aber mit Aussicht, Dörfern und Stopps. Die Autobahn ist nie weit, du kannst also an jedem Punkt abkürzen, wenn die Zeit knapp wird. Zum vollen Auskosten kombiniere beide: hin entlang der Küste, zurück durch die Berge.
Praktisch: Mietwagen, Saison und Fahrzeug
Mietwagen und Einwegmiete: innerhalb Spaniens ist es normal, einen Wagen in der einen Stadt zu holen und in der anderen abzugeben, und meist günstig bei den großen Vermietern. Rechne mit einer geringen Einweggebühr und prüfe sie vorab; das ist nicht mit einer Rückgabe im Ausland zu vergleichen, die oft Hunderte Euro kostet.
Beste Reisezeit: Mai, Juni, September und Oktober sind ideal. Im Juli und August ist die Küste heiß und voll; die Bergroute ist dann eine Wohltat, aber auch dort früh losfahren und Wasser mitnehmen.
Fahrzeug: beide Routen sind ein Fest im Cabrio oder auf dem Motorrad. Mit einem normalen Mietwagen oder Wohnmobil fährst du sie genauso gut; achte mit dem Wohnmobil auf die engen Altstädte (Sitges, Peñíscola, Morella) und die Bergpässe der CV-15 und parke am Rand.
Tanken: tank, bevor du den Wagen abgibst (voll abgeben ist bei den meisten Vermietern die Regel). In der Nähe beider Flughäfen gibt es Tankstellen; auf der Bergroute sind sie seltener, tank also rechtzeitig nach.
Bewertungen von Fahrern
Bewertungen erscheinen hier mit Fahrzeug, Erfahrung und Monat der Fahrt. Eine Bewertung ist bei uns nicht käuflich, und das bleibt leer, bis wirklich gefahren wurde.
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Route an dich selbst mailenHäufige Fragen
Was ist die schönste Route von Barcelona nach Valencia?
Es gibt zwei. Entlang der Küste über Sitges, Tarragona, das Ebrodelta, Peñíscola, die Serra d'Irta, Sagunto und die Albufera (ca. 485 km). Oder durch die Berge über Siurana, Morella, Ares del Maestrat und Montanejos (ca. 555 km). Beide öffnest du oben mit allen Stopps in Google Maps.
Wie lange dauert die Fahrt von Barcelona nach Valencia?
Über die AP-7 gut 3 Stunden. Die Küstenroute ist etwa 7 Stunden reine Fahrzeit, die Bergroute etwa 8,5 Stunden; mit den Stopps ist jede Route ein voller Tag, oder besser zwei Tage.
Küste oder Berge: was soll ich wählen?
Willst du Meer, Strände und bekannte Küstenstädtchen, nimm die Küste. Willst du leere Bergstraßen, Dörfer auf Klippen und kein Trubel, nimm die Berge. Hast du zwei Tage, mach das Beste aus beiden: hin an der Küste, zurück durch die Berge.
Kann man mit einem Mietwagen von Barcelona nach Valencia fahren und ihn dort abgeben?
Ja. Innerhalb Spaniens ist so eine Einwegfahrt normal und meist günstig bei den großen Vermietern. Prüfe die Einweggebühr und ob du am Flughafen (VLC) oder in der Stadt abgibst; das kann den Preis beeinflussen.
Ist die AP-7 mautfrei?
Ja. Die AP-7 (und die AP-2) sind seit dem 1. September 2021 mautfrei, nachdem die Konzessionen ausliefen. Spanien hat zudem keine Vignette.
Sind die Routen andersherum, von Valencia nach Barcelona, dieselben?
Wir beschreiben beide Richtungen getrennt und geben pro Route einen eigenen Google-Maps-Link hin und zurück. Die Reihenfolge der Stopps dreht sich um und die schönsten Straßen liegen zu einer anderen Tageszeit.
Kann man die Routen in Google Maps öffnen?
Ja, gratis. Wähle oben deine Route und Richtung; Google Maps öffnet mit allen Stopps darin. Es gibt auch eine GPX pro Fahrt für Garmin, Komoot oder TomTom.
Was wir bewusst weglassen
Salou und PortAventura liegen direkt an der Küstenroute, aber das ist ein Tagesziel für sich, kein Zwischenstopp, deshalb lassen wir es weg. Auf der Bergroute überspringen wir große Umwege nach Teruel oder zum Penyagolosa-Gipfel: schön, aber sie machen aus dem Tag zwei. Und die Industriehäfen von Tarragona und Castellón gehören zur Küste, sind aber nicht das, wofür man einen Umweg fährt.