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Unterwegs in den Süden

Die schönste Route nach Frankreich mit dem Auto

Péage oder Landstraße, die Mautkosten im Überblick und die Stopps, die aus der Anreise einen Reisetag machen.

Lavendelfelder bei Valensole in der Provence im Sommer
Foto: Nuno Alves, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Bei keiner Autoreise stellt sich die Wie-Frage so sehr wie bei Frankreich: bezahlst du für die leere Péage und bist heute Abend am Ziel, oder nimmst du die mautfreien Nationalstraßen und machst aus der Hinfahrt einen französischen Tag mit Platanen, Dörfern und Mittagsmenü? Wir stellen beide Wege ehrlich nebeneinander.

Kurz gesagt: wie fährst du am schönsten nach Frankreich?

Von Köln nach Paris sind es rund 500 Kilometer (etwa 5 Stunden), in die Provence 1000 bis 1100 Kilometer (10 bis 11 Stunden). Am schnellsten geht es über Luxemburg oder Saarbrücken auf die französischen Autobahnen; die Maut Richtung Süden kostet schnell mehrere Zehner pro Strecke. Mautfrei und schöner: durch die Champagne über Land, oder im Süden die weitgehend mautfreie A75 über das Viadukt von Millau.

Köln - Parisca. 500 km
Köln - Provence1000 bis 1100 km
Maut (Péage)Je Abschnitt; Richtung Süden schnell mehrere Zehner
Mautfreie AlternativeNationalstraßen und die A75 über Millau
UmweltplaketteCrit'Air in vielen Städten Pflicht
Schönste MonateApril bis Oktober

Generiere deine Route Richtung Frankreich

Gib deinen Startort ein und Touren.app zeichnet dir sofort eine schöne Route über Nebenstraßen Richtung Westen, bis Reims: dort endet unsere Karte im Moment. So testest du den Generator mit deinem eigenen Startpunkt.

Gratis, ohne Konto. Die Route öffnet auf unserer Karte und lässt sich zu Google Maps und GPX exportieren.

Unsere Routenkarte deckt derzeit Benelux, West-Deutschland und Nordfrankreich bis Reims und in die Champagne ab. Paris und der Süden fehlen noch.

Ganz Frankreich kommt

Wir erweitern die Karte Land für Land, nach Interesse. Hinterlasse deine E-Mail-Adresse und wir schicken dir genau eine Nachricht, sobald du eine Route bis in die Provence generieren kannst.

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Péage, über Land oder Zentralmassiv: drei Wege nach Frankreich

Die beste Wahl hängt von deinem Ziel ab und davon, wie viel Reise die Hinfahrt sein darf.

1. Die schnelle: über Luxemburg und Metz auf die Autoroute

Ab dem Rheinland über die A1 nach Luxemburg (dort günstig volltanken, das ist der billigste Sprit der Reise) und bei Metz auf die A31 Richtung Süden. Planbar, leer, aber mautpflichtig: wer heute Abend in Lyon sein will, nimmt diesen Weg und tankt klug.

2. Die schönste: durch die Champagne über Land

Über Saarbrücken oder die Eifel nach Reims und weiter auf Departementstraßen durch die Weinberge um Épernay: Hautvillers, Aÿ, die Montagne de Reims. Komplett mautfrei machbar, und ab der Grenze fühlt sich jeder Kilometer nach Urlaub an.

3. Die Südroute ohne Maut: die A75 über Millau

Richtung Languedoc und westliches Mittelmeer ist die A75 durchs Zentralmassiv der Geheimtipp: weitgehend mautfrei, leerer als das Rhônetal, mit dem Viadukt von Millau als Höhepunkt. Nur die Brücke selbst kostet.

Schöne Stopps, die auf deiner Route liegen können

Vom Beine-Vertreten in der Champagne bis zum Umweg, der den Urlaub eröffnet: diese Orte fahren wir selbst an.

Die Westfassade der Kathedrale Notre-Dame in Reims

Die Kathedrale von Reims

Direkt an der A26, kurz hinter der Champagne-Grenze

Die Krönungskirche der französischen Könige, zehn Minuten von der Autobahn. Mit einem Espresso an der Place Drouet d’Erlon ist das die beste Autobahnpause Nordfrankreichs.

Die Winzerdörfer der Champagne

Um Épernay, direkt neben der Strecke

Hautvillers (das Dorf des Dom Pérignon) und die Rebhänge der Montagne de Reims: UNESCO-Landschaft eine Viertelstunde neben der Autobahn. Perfekt für die erste Übernachtung.

Das Viadukt von Millau über dem Tarntal

Das Viadukt von Millau

Auf der A75, Korridor 3

Die höchste Brücke Europas, 336 Meter über dem Tarn. Halte an der Aire du Viaduc für den Aussichtspunkt, oder fahre für die echte Perspektive kurz ins Tal nach Millau hinunter.

Der türkisfarbene Fluss tief in der Verdonschlucht

Die Verdonschlucht

In der Provence, nach der Ankunft

Die Belohnung hinter dem Lavendel von Valensole: die grünste Schlucht Europas mit der Route des Crêtes als Balkonstraße. Heb sie dir für einen Tagesausflug vom Ferienquartier auf.

An einem Tag in den Süden, oder klüger in zwei?

An einem Tag

In die Provence an einem Tag heißt 10 bis 12 Stunden mit Pausen: mit zwei Fahrern und frühem Start machbar, aber du kommst leer an. Paris, die Champagne oder Burgund sind dagegen an einem Tag entspannt zu schaffen.

In zwei Tagen

Der klassische Schnitt liegt in der Champagne (erstes Drittel) oder bei Beaune in Burgund (zwei Drittel). Wer Korridor 2 fährt, übernachtet zwischen den Weinbergen und rollt am zweiten Tag ausgeruht ins Rhônetal oder aufs Zentralmassiv.

Praktisch: Maut, Crit'Air und Tanken

So funktioniert die Péage

Ticket ziehen beim Auffahren, zahlen beim Abfahren; kontaktlos klappt überall. Richtung Mittelmeer summiert sich das auf mehrere Zehner pro Strecke. Ein Mautbadge lohnt sich erst, wenn du öfter fährst.

Die Crit'Air-Plakette

Viele französische Städte, darunter Paris, Lyon und Grenoble, verlangen die Crit'Air-Umweltplakette, auch von deutschen Autos. Bestelle sie Wochen vorher für wenige Euro auf der offiziellen Seite; Vermittler an der Grenze kassieren ein Vielfaches.

Tanken: Luxemburg und Supermärkte

Die beiden Spritspar-Tricks dieser Route: in Luxemburg volltanken, und in Frankreich an Supermärkten (Leclerc, Intermarché) statt an der Autoroute tanken. Zusammen spart das auf einer Südfrankreich-Fahrt leicht einen zweistelligen Betrag.

Ohne Maut fahren

Komplett mautfrei in den Süden geht über die Nationalstraßen plus die A75. Rechne mit zwei bis drei Stunden mehr bis ans Mittelmeer, dafür mit Dörfern, Platanen und deutlich niedrigeren Kosten; für die Rückfahrt die Lieblingsvariante vieler Leser.

Häufige Fragen zur Route nach Frankreich

Was kostet die Maut nach Südfrankreich?

Je nach Strecke musst du für die klassische Route durchs Rhônetal mit mehreren Zehnern pro Richtung rechnen. Über die A75 via Millau zahlst du fast nur die Brücke. Prüfe deine exakte Strecke vorab bei den Mautbetreibern.

Kann ich mautfrei nach Frankreich fahren?

Ja. Bis in die Champagne fährst du ohnehin ohne Maut, und weiter südlich bilden Nationalstraßen plus A75 eine fast mautfreie Linie ans Mittelmeer. Es kostet Zeit, kein Geld.

Wie lange fährt man von Köln in die Provence?

Rund 1000 bis 1100 Kilometer, praktisch 10 bis 11 Stunden mit Pausen. Mit einer Übernachtung bei Beaune werden daraus zwei entspannte Tage von je gut fünf Stunden.

Wo lohnt der Zwischenstopp am meisten?

Kurz: die Kathedrale von Reims, zehn Minuten neben der A26. Zum Übernachten: die Champagne um Épernay am ersten Tag oder Beaune, wenn du weiter durchziehst. Auf der A75 ist das Viadukt von Millau Pflicht.

Brauche ich in Frankreich eine Umweltplakette?

Auf der Durchgangsautobahn nicht, aber sobald du in eine größere Stadt fährst meistens ja: die Crit'Air-Plakette. Online vorbestellt kostet sie wenige Euro und erspart dir Bußgelder um die 68 Euro.

Ist die Strecke mit dem Wohnmobil schön?

Der Über-Land-Korridor ist wie gemacht dafür: Frankreich ist das Land der günstigen Stellplätze (Aires), gerade an den Nationalstraßen. Meide mit schwerem Fahrzeug die Stoßzeiten um Lyon.

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