Drei Wege im Vergleich, die besten Zwischenstopps am Oberrhein und sofort eine Route ab deinem eigenen Startpunkt.
Foto: Uwelino, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Die Schweiz beginnt für die meisten in Basel, aber wie du dort hinkommst, macht den Unterschied: schnurgerade über die A5, durchs Elsass mit Fachwerk und Winzerstuben, oder über die Höhenstraßen des Schwarzwalds. Wir stellen die drei Wege ehrlich nebeneinander, mit Zeiten, Kosten und den Stopps, die sich wirklich lohnen.
Kurz gesagt: wie fährst du am schönsten in die Schweiz?
Von Köln nach Basel sind es rund 440 Kilometer, gut 4 bis 4,5 Stunden über die A61 und A5. Die schönste Variante kostet ein bis zwei Stunden extra und tauscht die Autobahn ab Karlsruhe gegen die Weinstraße des Elsass oder die Schwarzwaldhochstraße. Für die Schweizer Autobahnen brauchst du eine Vignette von rund 40 Franken pro Kalenderjahr.
Köln - Baselca. 440 km
Fahrzeit ohne Stopps4 bis 4,5 Stunden
Maut unterwegsKeine (deutsche Strecke)
Vignette Schweizca. 40 CHF pro Kalenderjahr
Schönste MonateMai bis Oktober
Pässe offenGotthard-Passstraße meist Mai bis November
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Drei Wege in die Schweiz im Vergleich
Alle drei laufen am Rhein entlang nach Süden; ihren Charakter entscheiden sie ab Karlsruhe.
1. Der schnelle: A61 und A5 bis Basel
Der Klassiker und mit Abstand am schnellsten: gut vier Stunden ab Köln. Langweilig ist er nicht einmal: ab Frankfurt öffnet sich die Rheinebene mit dem Odenwald links und den Vogesen in der Ferne. Vor sieben Uhr los und du bist zum Mittag in Basel.
2. Der schönste: durchs Elsass über die Weinstraße
Bei Karlsruhe über den Rhein und auf die Route des Vins: Riquewihr, Ribeauvillé, Eguisheim, dann über Mulhouse nach Basel. Fachwerk, Reben und Bergblick; rechne ein bis zwei Stunden extra und plane die Mittagspause in einem Winzerdorf.
3. Der überraschende: über die Schwarzwaldhochstraße
Hinter Baden-Baden auf die B500: eine der bekanntesten Panoramastraßen Deutschlands, auf fast 1000 Metern am Mummelsee entlang. Über Freiburg geht es danach hinunter nach Basel. Diese Strecke fahren wir selbst als ausgearbeitete Tour, siehe die Links unten.
Schöne Stopps, die auf deiner Route liegen können
Diese Orte liegen auf oder direkt neben den drei Wegen; was zu deiner Fahrt passt, hängt von deiner Wahl ab Karlsruhe ab.
Der Dom zu Speyer
Fünf Minuten von der A61
Die größte romanische Kirche der Welt, UNESCO-Welterbe, mit Parkplatz in Gehweite. Die perfekte Beinevertreter-Pause auf zwei Dritteln der deutschen Etappe.
Heidelberg und das Schloss
Eine Viertelstunde von der A5
Die berühmteste Schlosssilhouette Deutschlands über dem Neckar. In der Saison voll, darum am besten früh vorbeikommen, zur Kaffeezeit auf dem Rückweg vom Philosophenweg.
Freiburg im Breisgau
An der A5, eine Stunde vor Basel
Die sonnigste Stadt Deutschlands, mit den Bächle in den Gassen und dem Münsterturm, den du schon von der Autobahn siehst. Ideale Übernachtung bei einer Zwei-Tage-Anreise.
Der Gotthard und die Tremola
In der Schweiz, auf dem Weg nach Süden
Einmal drin, wartet die berühmteste Belohnung: die alte Tremola-Pflasterstraße windet sich mit 24 Kehren zum Pass. Nimm die Passstraße statt der Röhre, wenn sie offen ist.
An einem Tag oder in zweien?
An einem Tag
Basel und Luzern sind ab dem Rheinland bequem an einem Tag zu schaffen; selbst Interlaken geht mit gut sechs Stunden. Weiter als Luzern am ersten Tag lohnt selten: die schönsten Schweizer Kilometer verdienen frische Augen.
In zwei Tagen
Übernachte um Freiburg, im Elsass (Colmar) oder im Schwarzwald. Tag eins wird eine entspannte Halbtagesfahrt mit Abendessen im Winzerdorf, Tag zwei gehört den schönsten hundert Kilometern und deinem ersten Alpenpass.
Praktisch: Vignette, Tanken und Regeln
Die Schweizer Vignette
Pflicht auf Autobahnen, rund 40 Franken, gültig pro Kalenderjahr; es gibt auch die digitale Variante vorab online. Ohne Vignette geht es über Kantonsstraßen, aber deutlich langsamer. Aktuellen Tarif vor Abfahrt prüfen.
Tanken und Kosten
Benzin ist in der Schweiz oft überraschend günstig verglichen mit Deutschland, Diesel dagegen teurer. Die deutsche Strecke kostet keine Maut; die Spritkosten pro Richtung liegen größenordnungsmäßig bei 60 bis 90 Euro.
Tempolimits und Bußgelder
In der Schweiz gelten 120 auf der Autobahn und strenge, einkommensunabhängig empfindliche Bußgelder; Radarwarner sind verboten, auch in der Navi-App. Entspannt fahren zahlt sich hier doppelt aus.
Winter und Pässe
Von November bis April gehören Winterreifen zur Alpenfahrt, und viele Pässe (Susten, Gotthard-Passstraße) sind zu. Der Gotthard-Tunnel bleibt offen. Passfahrten am besten zwischen Juni und Oktober planen.
Häufige Fragen zur Route in die Schweiz
Wie lange fährt man in die Schweiz?
Von Köln nach Basel gut 4 bis 4,5 Stunden (440 Kilometer), nach Luzern etwa 5,5, nach Interlaken gut 6. Aus dem Ruhrgebiet kommt eine gute halbe Stunde dazu.
Was kostet die Fahrt in die Schweiz?
Sprit pro Richtung größenordnungsmäßig 60 bis 90 Euro plus die Vignette von rund 40 Franken. Maut fällt auf der deutschen Strecke keine an.
Geht es auch ohne Vignette?
Ja, über Kantons- und Bergstraßen, aber das kostet viel Zeit, und genau diese Straßen willst du dir für die schönen Abschnitte aufheben. Praktisch: Vignette kaufen und die Nebenstraßen in den Alpen selbst wählen.
Was ist der beste Zwischenstopp?
Für die kurze Pause: der Dom zu Speyer, fünf Minuten neben der A61. Zum Übernachten: Freiburg, Colmar oder ein Schwarzwalddorf, alle etwa auf drei Vierteln der Strecke.
Lohnt die Strecke mit dem Wohnmobil?
Sehr, besonders die Elsass-Variante mit ihren Stellplätzen an den Winzerdörfern. Auf der Schwarzwaldhochstraße auf kurviges Klettern einstellen und in Städten die Höhe fürs Parkhaus prüfen.
Wann ist der Gotthardpass offen?
Die alte Passstraße mit der Tremola meist von Ende Mai bis Anfang November, je nach Schnee. Der Tunnel ist ganzjährig offen, an Ferienwochenenden mit langen Wartezeiten; früh oder spät am Tag queren spart viel.