Rheingau-Rundtour mit dem Auto: Rüdesheim, Wein und die Loreley
Eine 84 km lange Runde am rechten Ufer des Welterbes Oberes Mittelrheintal, von Rüdesheim und dem Niederwalddenkmal über den Rotwein von Assmannshausen und das stille Lorch, über Kaub zur Loreley bei Sankt Goarshausen, zurück über die Taunushöhen. Für Cabrio, Tourenwagen, Motorrad und Wohnmobil.
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Fotos über Wikimedia Commons: der Höllenberg bei Assmannshausen von Brühl (gemeinfrei), die Loreley mit Burg Katz von Jörg Braukmann (CC BY-SA 4.0).
Das rechte Ufer: Wein, Rüdesheim und die Loreley selbst
Der Mittelrhein hat zwei Ufer, und sie sind nicht gleich. Das linke Ufer, von Boppard nach Bacharach, ist die klassische Burgenseite. Das rechte Ufer, dem diese Runde folgt, ist die Weinseite: der Rheingau, wo der Rhein kurz nach Westen schwenkt und die sonnigen Südhänge dem Riesling gehören. Hier liegt Rüdesheim, das lebhafteste und fröhlichste Weinstädtchen am ganzen Fluss, mit der Drosselgasse und dem Niederwalddenkmal hoch in den Weinbergen. Von Rüdesheim folgst du dem Ufer flussabwärts an Assmannshausen vorbei, einem der wenigen deutschen Dörfer, die für ihren Rotwein berühmt sind, und am stillen Lorch, wo der Rheingau endet.
Danach taucht die Straße in die eigentliche Enge ein. Bei Kaub liegt die Pfalzgrafenstein mitten im Rhein, mit Burg Gutenfels darüber, und dann kommt der Höhepunkt: die Loreley. Auf der Runde am linken Ufer siehst du den Felsen von gegenüber; hier fährst du selbst hinauf. Von Sankt Goarshausen fährst du hinauf auf das Plateau, hoch über der schärfsten, tiefsten Kurve des Rheins. Zurück geht es nicht am Wasser, sondern über die Taunushöhen, durch das ruhige Blaue Ländchen um Nastätten, in weitem Bogen nach Rüdesheim. Insgesamt etwa 84 Kilometer, ein voller Tag aus Wein, Wasser und weiten Blicken, ohne einen Meter Autobahn.
Die Route auf der Karte
Schematische Übersicht von Touren.app, keine Navigationskarte. Die genaue Route öffnet sich unter „Diese Route fahren“ oder in Google Maps. Kartenausrichtung: Norden oben.
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Die Orte entlang der Strecke
1. Rüdesheim am Rhein
Rüdesheim am Rhein ist das bekannteste Weinstädtchen am Fluss und an Sommertagen auch das vollste. In der Mitte liegt die Drosselgasse, eine schmale Gasse von kaum hundertfünfzig Metern, voller Weinlokale und Musik. Über der Stadt, in den Weinbergen, steht das Niederwalddenkmal mit der riesigen Germania, nach 1871 zur Erinnerung an die deutsche Einigung errichtet. Du fährst mit der Seilbahn hinauf, die dich lautlos über die Rieslinghänge trägt, den Rhein immer breiter unter dir. Ein überschwänglicher, aussichtsreicher Start.
Praktisch: Parken am Rand oder am Fluss; die Seilbahn zum Niederwalddenkmal fährt vom Zentrum aus. Die Drosselgasse und die Kais erkundest du zu Fuß.
2. Assmannshausen (Höllenberg)
Etwas flussabwärts, wo der Rhein in die Enge dreht, schmiegt sich Assmannshausen an den steilen Hang. Während der übrige Rheingau fast nur weißen Riesling anbaut, ist dieses Dorf für das Gegenteil berühmt: der Höllenberg, der Schieferhang direkt über den Häusern, zählt mit seinem Spätburgunder zu den besten Rotweinlagen Deutschlands. Eine alte Sesselbahn hebt dich vom Dorf hinauf zum Jagdschloss Niederwald. Unten liegen enge Gassen, alte Weinhäuser und die Anlegestelle der Fähre.
Praktisch: Parken im Dorf oder am Ufer; die Sesselbahn zum Jagdschloss fährt von Assmannshausen aus. Von hier hast du den ersten Blick in die eigentliche Rheinenge.
3. Lorch (Wispertal)
Bei Lorch endet der Rheingau und beginnt der schmalste, wildeste Teil des Tals. Es ist ein ruhiges Städtchen, wo das Wispertal, ein tiefes und gewundenes Seitental, in den Rhein mündet. Am Ufer steht das Hilchenhaus, ein zierliches Renaissancehaus eines alten Kaufmannsgeschlechts, und hoch auf dem Fels darüber die Ruine Burg Nollig. Wer die Fahrt verlängern will, dreht von Lorch eine Runde durchs Wispertal, eine der schönsten Motorrad- und Cabriostraßen der Gegend. Auf der Strecke selbst bleibst du am Wasser.
Praktisch: Parken am Hilchenhaus oder am Bahnhof; das Wispertal lohnt sich als Seitenschleife. Ab hier wird das Tal schmaler und dramatischer.
4. Kaub (Pfalzgrafenstein)
Kaub klemmt sich zwischen Fels und Wasser, mit zwei Burgen, die zusammengehören. Mitten im Rhein liegt die Pfalzgrafenstein, eine weiße Zollburg in Form eines steinernen Schiffs, und hoch am Hang darüber Burg Gutenfels. Auch Geschichte geschah hier: in der Neujahrsnacht 1813 auf 1814 setzte Feldmarschall Blücher mit seinem preußischen Heer bei Kaub über den Rhein, über eine Schiffbrücke, in der Verfolgung Napoleons. Ein kleines Museum im Ort hält diese Nacht lebendig. An der Straße liegen die Weinberge des Kauber Backofen.
Praktisch: Parken am Ufer; die Pfalzgrafenstein erreichst du mit einem kleinen Fährboot vom Kai. Kaub liegt genau gegenüber von Oberwesel am linken Ufer.
5. Sankt Goarshausen (Loreley)
Bei Sankt Goarshausen kommt der große Felsen ins Bild: die Loreley, ein steiler Schieferbuckel, der hundertdreißig Meter über der schärfsten und tiefsten Kurve des Rheins aufragt. Auf der Runde am linken Ufer schaust du ihn von gegenüber an; hier fährst du selbst hinauf. Vom Städtchen windet sich eine Straße auf das Plateau, mit einem Besucherzentrum, einem Aussichtspunkt direkt über der Kurve und der bekannten Freilichtbühne, auf der Konzerte gegeben werden. Über der Stadt hängen zudem Burg Katz und, etwas weiter, Burg Maus. Das ist das berühmteste Bild am ganzen Rhein, und du stehst mittendrin.
Praktisch: von Sankt Goarshausen fährst du hinauf auf das Loreleyplateau (Parken am Besucherzentrum). Mit der Fähre setzt du nach Sankt Goar und zur Burg Rheinfels am linken Ufer über.
6. Nastätten (Blaues Ländchen)
Ab der Loreley kehrst du dem Rhein den Rücken und fährst hinauf ins Hinterland: die Taunushöhen, mit dem ruhigen Blauen Ländchen um Nastätten, einem welligen Land aus Feldern, Wald und stillen Dörfern. Die Straßen sind breit und kurvig, der Verkehr ist weg, und ab und zu öffnet sich ein weiter Blick. In weitem Bogen fährst du schließlich wieder hinab nach Rüdesheim und in die Weinberge, wo sich die Runde schließt. Es ist das ruhige Gegenstück zum vollen Ufer: dieselbe Gegend, aber von der stillen Seite.
Praktisch: das Blaue Ländchen ist dünn besiedelt; tanke und raste in Nastätten. Die Straße zurück nach Rüdesheim fällt wieder steil durch die Weinberge zum Rhein ab.
Praktisch: für Cabrio, Motorrad und Wohnmobil
Anfahrt: der Rheingau liegt am Weg nach Süden, gleich hinter Wiesbaden und Mainz. Aus dem Rhein-Main-Gebiet bist du schnell da; aus den Niederlanden und Belgien ab der Grenze in etwa dreieinhalb Stunden nach Rüdesheim. Über die Fähre bei Bingen oder die Brücke bei Wiesbaden kommst du ans rechte Ufer. Möchtest du die Runde ab deinem Urlaubsort beginnen, gib deinen Startort in den Planer ein; Touren.app baut dieselbe Strecke ab Rüdesheim, Assmannshausen, Lorch oder wo du auch bist neu auf.
Zwei Ufer, zwei Touren: diese Runde nimmt das rechte Ufer, die Weinseite mit Rüdesheim und der Loreley. Willst du die Burgenseite, gibt es die Mittelrhein-Rundtour am linken Ufer, von Boppard über Sankt Goar und Oberwesel nach Bacharach. Zwischen beiden Ufern setzen Fähren über (u.a. bei Bingen, Lorch, Kaub und Sankt Goarshausen), du kannst die zwei Touren also auch zu einer großen Acht verbinden.
Für welches Fahrzeug: die Uferstraße (B42) ist flach und breit, die Taunushöhen kurvig und offen, und das Wispertal bei Lorch ist ein Klassiker; zusammen schön für Cabrio und Motorrad. Auch mit dem Wohnmobil gut zu fahren; achte auf das volle, enge Zentrum von Rüdesheim und parke am Rand.
Die Mosel und die Eifel liegen um die Ecke: bei Koblenz, flussabwärts, mündet die Mosel in den Rhein. Für ein paar Tage kombinierst du mit der Mosel-Rundtour um Cochem oder der Mittelmosel-Rundtour um Bernkastel, oder ziehst in die Hocheifel.
So halten wir es ehrlich: wir haben diese Runde gemessen und die Stopps zusammengestellt; das Label lautet gemessen und geprüft, das Nachfahren folgt. Die Entfernung wurde über Google Maps mit vermiedener Autobahn bestimmt.
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Bewertungen erscheinen hier mit Fahrzeug, Erfahrung und Monat der Fahrt. Eine Bewertung ist bei uns nicht käuflich, und das bleibt leer, bis wirklich gefahren wurde.
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Wo liegt die Rheingau-Route und wie unterscheidet sie sich von der Mittelrhein-Rundtour?
Diese Route verläuft am rechten Rheinufer zwischen Rüdesheim und der Loreley, im Rheingau und im Oberen Mittelrheintal. Die Mittelrhein-Rundtour nimmt das linke Ufer, von Boppard über Sankt Goar und Oberwesel nach Bacharach. Das rechte Ufer ist die Weinseite mit Rüdesheim; das linke die Burgenseite. Zusammen sind sie die zwei Hälften des Tals.
Kann man auf dieser Route die Loreley besteigen?
Ja. Anders als am linken Ufer, wo du den Felsen von gegenüber siehst, fährst du hier von Sankt Goarshausen selbst hinauf auf das Loreleyplateau, mit einem Besucherzentrum und einem Aussichtspunkt direkt über der schärfsten Kurve des Rheins.
Was macht Assmannshausen besonders?
Assmannshausen ist eines der wenigen deutschen Dörfer, die für ihren Rotwein berühmt sind. Der Höllenberg, der steile Schieferhang über dem Dorf, zählt mit seinem Spätburgunder zu den besten Rotweinlagen des Landes, während der übrige Rheingau vor allem weißen Riesling erzeugt.
Wie lang ist die Rheingau-Rundtour mit dem Auto?
Etwa 84 Kilometer, mit rund 1 Stunde und 42 Minuten reiner Fahrzeit, gemessen über Google Maps mit vermiedener Autobahn. Mit Rüdesheim, dem Niederwalddenkmal, Assmannshausen und der Loreley ist es ein voller Tag.
Ist die Strecke für Cabrio, Motorrad und Wohnmobil geeignet?
Ja. Die Uferstraße ist flach und breit, die Taunushöhen kurvig und offen, zusammen ideal für Cabrio und Motorrad; das Wispertal bei Lorch ist eine schöne Extraschleife. Mit dem Wohnmobil ist die Strecke ebenfalls gut zu fahren; achte auf das volle, enge Zentrum von Rüdesheim und parke am Rand.
Sind die Exporte wirklich kostenlos?
Ja, kostenlos mit einem Touren.app-Zeichen darauf. Du zahlst bei uns nie für Exporte; wer ohne Werbung und offline fahren will, wählt Plus.
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