Die historische Champagne-Route von Reims nach Épernay
Eine rund 38 km lange Strecke, die die Geschichte des Champagners der Reihe nach erzählt: von den gallo-römischen Kreidekellern von Ruinart in Reims über das Grab von Dom Pérignon in der Abteikirche von Hautvillers und den Grand-Cru-Hügel von Aÿ zur Avenue de Champagne in Épernay. Zwei UNESCO-Einträge, die Landstraßen und die Weinbergwege, keine Autobahn. Für Mietwagen, Cabrio oder Motorrad, und auch in der Nebensaison und im Winter zu fahren.
Rechne mit: einem halben bis ganzen Tag, je nach Kellerführung
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Fotos via Wikimedia Commons: Saint-Remi von Diliff (CC BY-SA 3.0), Crayères von Winniepix (CC BY 2.0), Avenue de Champagne von FrDr (CC BY-SA 4.0).
Die Geschichte des Champagners, der Reihe nach und auf der Karte
Das ist die Route für alle, die verstehen wollen, woher der Champagner kommt. Keine Autobahn, sondern eine Geschichte, die du in der richtigen Reihenfolge abfährst: von dem Ort, an dem der Wein reift, über den Ort, an dem der Mythos begann, zu dem Ort, an dem er gehandelt wird. Zwei UNESCO-Einträge kommen unterwegs zusammen: der von 1991 (die Kathedrale, die Basilika und der Palais du Tau in Reims) und der von 2015 (die Kreidekeller, die Weinhänge und die Avenue de Champagne).
Die Produktion: Unter dem Hügel Saint-Nicaise in Reims liegen die Crayères, Kilometer gallo-römischer Kreidegruben, in denen die Flaschen im Dunkeln reifen. Ruinart, das älteste Champagnerhaus (1729), führt dich hindurch. Ganz in der Nähe steht die romanische Basilika Saint-Remi, mit dem Grab des Heiligen, der Chlodwig taufte.
Der Ursprung: In Hautvillers, dem Dorf, das sich die Wiege des Champagners nennt, liegt Dom Pérignon in der Abteikirche begraben, der Benediktiner-Kellermeister, der um 1700 die Methode verfeinern half. Danach steigst du hinauf nach Aÿ, einem der großen Pinot-Noir-Hügel, und endest auf der Avenue de Champagne, unter deren Handelshäusern rund zweihundert Millionen Flaschen liegen.
Das Versprechen von Touren.app: eine gemessene Route, keine grobe Skizze. Du bekommst die Kilometer, die ehrliche Fahrzeit, eine gratis GPX für dein Navi und die Route direkt in Google Maps. Die Basilika und die Kirche sind gratis; rechne für einen vollen Tag mit einer Kellerführung und einem Besuch.
Die Route auf der Karte
Schematische Übersicht von Touren.app, keine Navigationskarte. Die genaue Route öffnet sich unter „Diese Route fahren“ oder in Google Maps. Kartenausrichtung: Norden oben.
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Die 5 Orte entlang der Route
1. Basilique Saint-Remi
Die Basilika Saint-Remi ist die älteste Kirche von Reims: eine gewaltige romanische Abteikirche, in der der heilige Remigius ruht, der Bischof, der um das Jahr 500 König Chlodwig taufte und Reims so mit der französischen Krone verband. Zusammen mit der Kathedrale und dem Palais du Tau gehört sie seit 1991 zum Welterbe. Ein ruhiger, weiter Auftakt für alle, die die Geschichte von Anfang an nehmen wollen.
Praktisch: frei und ganzjährig zu besuchen. Park auf der Esplanade vor der Basilika. Das benachbarte Museum (die ehemalige Abtei) ist separat und kostenpflichtig. Stand 11. Juli 2026.
2. Crayères de Ruinart
Unter dem Hügel Saint-Nicaise erstrecken sich die Crayères: trichterförmige Kreidegruben, die die Gallo-Römer vor zweitausend Jahren aushoben und die die Champagnerhäuser zu Kellern machten. Bei Ruinart, dem ältesten Champagnerhaus der Welt (1729), steigst du über die originalen Treppen hinab; unten reifen die Flaschen bei gleichbleibender Temperatur im Dunkeln. Die Crayères gehören zum UNESCO-Eintrag von 2015.
Praktisch: Die Visite des Crayères von Ruinart kostet rund 90 Euro pro Person, dauert etwa zwei Stunden und ist auf höchstens zwölf Personen begrenzt; Reservierung ist erforderlich. Wer es kompakter mag, bucht einen Keller bei einem anderen Haus. Stand 11. Juli 2026.
3. Hautvillers
Hautvillers nennt sich die Wiege des Champagners, und das nicht ohne Grund: In der Abteikirche Saint-Sindulphe liegt Dom Pérignon begraben, der Benediktiner-Kellermeister, der um 1700 die Methode verfeinern half. Das Dorf schmiegt sich mit seinen berühmten schmiedeeisernen Aushängeschildern an den Hang, und die Weinberge fallen steil zur Marne ab. Die Kirche ist gratis; die Abteigebäude selbst gehören Moët & Chandon.
Praktisch: Die Abteikirche ist frei und gratis zu besuchen; der Grabstein von Dom Pérignon liegt vor dem Chor. Die Abtei selbst ist nicht zugänglich. Park am Dorfrand und geh in die schmalen Gassen. Stand 11. Juli 2026.
4. Aÿ
Aÿ ist einer der großen Namen des Champagners: ein Grand-Cru-Hügel, auf dem der Pinot Noir seit Jahrhunderten besonders gut gedeiht, geschätzt von Königen und Zaren. Über dem Städtchen wogen die steilen Weinberge; im Kern stehen die Fassaden alter Handelshäuser. In Pressoria, einem Erlebnismuseum in einem alten Presshaus, wird die ganze Geschichte von der Traube bis zur Flasche erzählt, mit Verkostung.
Praktisch: Pressoria kostet 18 Euro (Kind 9,50 Euro) und ist täglich außer donnerstags geöffnet, am Boulevard Pierre Cheval 11. Die Weinberge und die Fassaden siehst du frei. Stand 11. Juli 2026.
5. Avenue de Champagne
Die Route endet auf der Avenue de Champagne in Épernay, der Prachtstraße, an der die großen Handelshäuser ihre stattlichen Fassaden bauten und unter der in fünfzehn Meter tiefen Kreidekellern rund zweihundert Millionen Flaschen reifen. Die Straße gehört seit 2015 zum Welterbe und schließt die Geschichte: von der Produktion in der Kreide über den Ursprung in der Abtei bis zum Handel auf der reichsten Straße Frankreichs.
Praktisch: Die Straße ist frei begehbar, fünf Minuten vom Bahnhof. Hausbesuche laufen separat, auf Reservierung. Park in den kostenpflichtigen Parkhäusern oder der blauen Zone. Stand 11. Juli 2026.
Praktisch: für Mietwagen, Cabrio und Motorrad
Richtung und Start: Die Route führt von Reims nach Épernay und folgt der Geschichte von der Produktion zum Handel. Aus dem Norden kommend beginnst du sinnvollerweise in Reims; wer in Épernay wohnt, fährt sie andersherum und liest die Geschichte von hinten.
Die Straßen: Die Landstraße D944 trägt den größten Teil, mit kurzen Anstiegen über die Weinbergwege hinauf nach Hautvillers und Aÿ. Es ist keine kahle Autobahn, aber auch kein Bergpass: ruhige Landstraßen durch die Felder und die Weinberge. Die schnelle N51 und die A4 lässt du links liegen. Im Cabrio fährst du die Weinbergstücke am besten offen.
Verkosten und Fahren: In Frankreich gelten 0,5 Promille und 0,2 Promille für Fahrer mit weniger als drei Jahren Führerschein. Ein Glas Champagner ist schnell getrunken, also verteil die Verkostung über den Tag oder nutz den Crachoir: Ausspucken nach dem Probieren ist bei den Häusern völlig normal. Seid ihr zu mehreren unterwegs, legt vorher fest, wer nüchtern fährt. Wer bei mehreren Häusern wirklich verkosten will, wählt am besten eine Führung mit Chauffeur ab Reims oder Épernay; die Route fährst du dann an einem anderen Tag selbst.
Beste Zeit: Das ist die winterfeste Route des Clusters. Die Basilika, die Abteikirche und die Avenue sind ganzjährig gratis, und die Keller und Pressoria liegen drinnen, du kannst sie also auch in der Nebensaison und im Winter gut fahren. Achtung: Pressoria ist donnerstags geschlossen, und eine Kellerführung bei Ruinart reservierst du weit im Voraus.
Tanken und Maut: Tank in Reims oder Épernay. Maut zahlst du auf dieser Route nirgends; sie führt komplett über gebührenfreie Straßen.
Bewertungen von Fahrern
Bewertungen erscheinen hier mit Fahrzeug, Erfahrung und Monat der Fahrt. Eine Bewertung ist bei uns nicht käuflich, und das bleibt leer, bis wirklich gefahren wurde.
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Route an dich selbst mailenHäufige Fragen
Wie lang ist die historische Champagne-Route von Reims nach Épernay?
Rund 38 Kilometer, mit etwa 50 Minuten reiner Fahrzeit, gemessen mit einem Routenplaner. Mit den gratis Stopps (Basilika, Abteikirche, Avenue) ist es ein halber Tag; mit einer Kellerführung bei Ruinart und einem Besuch in Aÿ ein ganzer Tag.
Was unterscheidet diese Route von der Ikonen-Route über die Montagne de Reims?
Die Ikonen-Route ist die Landschaftsfahrt am Leuchtturm von Verzenay und den Krüppelbuchen vorbei; diese Route ist die Geschichte des Champagners selbst, entlang der Kreidekeller, des Grabes von Dom Pérignon und der Handelsstraße. Andere Orte, und anders als die Landschaftsfahrt auch im Winter zu fahren.
Kann ich die Crayères von Ruinart einfach so besuchen?
Nein, das geht auf Reservierung. Die Visite des Crayères von Ruinart kostet rund 90 Euro pro Person, dauert etwa zwei Stunden und ist auf höchstens zwölf Personen begrenzt. Wer es kompakter oder günstiger mag, kann einen Keller bei einem anderen Haus in Reims buchen.
Liegt Dom Pérignon wirklich in Hautvillers begraben?
Ja. Dom Pérignon, der Benediktiner-Kellermeister, der um 1700 die Champagnermethode verfeinern half, liegt in der Abteikirche Saint-Sindulphe in Hautvillers begraben. Die Kirche ist gratis zu besuchen; sein Grabstein liegt vor dem Chor.
Lässt sich diese Route auch im Winter fahren?
Ja, gerade dann. Die Basilika, die Abteikirche und die Avenue sind ganzjährig gratis, und die Keller und Pressoria liegen drinnen. Damit ist das die winterfeste Route des Champagne-Clusters. Pressoria ist allerdings donnerstags geschlossen.
Sind die Exporte wirklich gratis?
Ja, gratis mit einem kleinen Hinweis auf Touren.app. Für die GPX oder den Maps-Export zahlst du bei uns nie etwas.
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