Die Überquerung (Süd nach Nord)
Der Klassiker: von Curtea de Argeș hinauf am Vidraru-Staudamm vorbei zum Bâlea-See auf der Höhe, dann hinab über die berühmten Serpentinen Richtung Sibiu. So endest du mit dem spektakulärsten Abschnitt direkt vor dir.
Die Transfagarasan: 114 Kilometer Serpentinen und Ausblicke bis auf 2.034 Meter.
Für Jeremy Clarkson ist dies die beste Straße der Welt. Die Transfagarasan windet sich mit endlosen Kurven, steilen Anstiegen und weiten Ausblicken durch das rumänische Făgăraș-Gebirge. Touren.app fasst die schönsten Abschnitte zu einer kompletten Autoroute zusammen, mit Aussichtspunkten, Stopps und Praxisinfos.
2009 schickte Top Gear das Trio Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May auf die Suche nach der besten Autostraße der Welt. Sie fuhren sie in einem Aston Martin, einem Ferrari und einem Lamborghini, und am Ende der Folge (Staffel 14, Folge 1) stand Clarksons Urteil fest: Die Transfagarasan sei die beste Straße der Welt und verdränge damit die italienische Stilfser-Joch-Straße vom ersten Platz.
Seitdem steht diese Straße auf der Liste jedes Liebhabers, und das zu Recht. Die Transfagarasan, offiziell die DN7C, überquert das Făgăraș-Gebirge im Herzen Rumäniens und steigt auf 2.034 Meter, vorbei an einem Gletschersee, durch einen Tunnel unter dem Grat und hinunter über eine Reihe von Serpentinen, die du von unzähligen Fotos kennst.
Das Schönste ist: Es geht nicht nur um diese Kurven. Auf der Südseite fährst du am Vidraru-Staudamm und unter der echten Burg von Vlad dem Pfähler vorbei, dem historischen Dracula. Auf der Nordseite fällt die Straße nach Sibiu (Hermannstadt) ab, einer der schönsten Städte Siebenbürgens. So ist die Transfagarasan kein kurzer Nervenkitzel, sondern ein ganzer Fahrtag, auf den man sich freut.
Touren.app hat herausgearbeitet, wie man sie am besten fährt: wo du startest, in welche Richtung, wann der Pass offen ist und welche Stopps du nicht verpassen solltest. Clarkson und Top Gear dienen uns dabei nur als Aufhänger. Wir arbeiten nicht mit ihnen zusammen; wir teilen nur ihre Wertschätzung für diese außergewöhnliche Straße.
Die Transfagarasan verläuft von Curtea de Argeș im Süden nach Cârțișoara im Norden. Unten wählst du die Variante, die zu dir passt: die klassische Überquerung oder eine große Runde ab Sibiu.
Die Linien auf der Karte zeigen den Verlauf zwischen den Orten an, nicht die exakte Straßengeometrie. Die GPX-Datei und die Google-Maps-Links folgen der echten Straße.
Zwei Arten, dieselbe berühmte Straße zu fahren.
Der Klassiker: von Curtea de Argeș hinauf am Vidraru-Staudamm vorbei zum Bâlea-See auf der Höhe, dann hinab über die berühmten Serpentinen Richtung Sibiu. So endest du mit dem spektakulärsten Abschnitt direkt vor dir.
Du hast Sibiu als Basis? Dann fahr eine Runde: über den Pass nach Süden bis zum Vidraru-Staudamm und der Burg Poenari, und durch das Olt-Tal zurück nach Sibiu. Ein langer Tag, aber du endest, wo du begonnen hast. Wer es kürzer mag, kehrt am Bâlea-See um.
Das sind die Orte zum Anhalten, von der echten Dracula-Burg bis zum See auf der Höhe und den Serpentinen.
Hoch über der Straße steht die Ruine der Burg Poenari, die tatsächliche Festung von Vlad dem Pfähler (anders als das touristische Bran). Du erreichst sie über mehr als 1.480 Stufen durch den Wald. Ein ordentlicher Anstieg, aber Aussicht und Geschichte lohnen sich.
Auf der Südseite fährst du am Vidraru-Staudamm vorbei, einer Bogenstaumauer von über 166 Metern Höhe aus dem Jahr 1966. Dahinter liegt der langgestreckte Stausee, an dessen Ufern sich die Straße entlangwindet. Ein eindrucksvoller Auftakt zum Anstieg.
Oberhalb der Baumgrenze wird die Landschaft kahl und rau. Am Capra-Wasserfall, gespeist von Schmelzwasser, beginnt der hochalpine Abschnitt. Hier spürst du erst richtig, dass du einen Bergpass hinauffährst.
Das Prunkstück: ein Gletschersee in einem Kar, umgeben von steilen Wänden, mit einer Hütte und einer Seilbahn mit Blick über die Straße. Kurz darüber taucht die Straße in einen Tunnel unter dem Grat. Im Winter steht hier das bekannte Eishotel, doch dann ist der Pass gesperrt.
Auf der Nordseite fällt die Straße über die Reihe von Serpentinen ab, die die Transfagarasan weltberühmt gemacht hat. Unten liegt der Bâlea-Wasserfall, mit der Seilbahn darüber. Das ist das Bild, das jeder kennt, und bergab fährt es sich am schönsten.
Die Straße flacht beim Dorf Cârțișoara ab. Von hier ist es noch etwa eine Stunde nach Sibiu, einer der schönsten Sachsenstädte Siebenbürgens und der logische Ort zum Übernachten.
Der nächste internationale Flughafen ist Sibiu, etwa eine Stunde vom Nordende entfernt und die praktischste Basis; Bukarest liegt rund zweieinhalb Stunden vom Südende. Am Flughafen Sibiu mietest du ein Auto und fährst zur Straße.
Der hohe Abschnitt ist im Winter durch Schnee gesperrt. Meist öffnet der Pass Ende Juni oder Anfang Juli und bleibt bis in den Oktober befahrbar, mit Zugang zwischen 7:00 und 21:00 Uhr. Die genauen Daten hängen von der Schneeräumung ab.
Es gibt keine Maut. Tank voll, bevor du den Pass hinauffährst, denn oben gibt es keine Tankstellen. Auf 2.000 Metern kann das Wetter schnell umschlagen, auch im Sommer. Nimm eine Jacke mit. Starte früh, um dem Andrang auf den Kurven zuvorzukommen.
Die Transfagarasan ist ein Hochgebirgspass, und einige Abschnitte sind nur zeitweise befahrbar. Auch im Sommer kann die Straße bei schlechtem Wetter vorübergehend gesperrt werden. Prüfe kurz vor der Abreise immer die aktuelle Öffnung bei der rumänischen Straßenbehörde (CNAIR) oder einer lokalen Quelle. Fahr nie blind den Berg hinauf.
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Meist von Ende Juni oder Anfang Juli bis in den Oktober, mit Zugang zwischen 7:00 und 21:00 Uhr. Der höchste Abschnitt zwischen Bâlea Cascadă und Piscul Negru ist im Winter durch Schnee gesperrt. Prüfe den aktuellen Stand immer kurz vorher.
Reine Fahrzeit sind 3 bis 4 Stunden auf rund 114 Kilometern, aber mit Stopps am Damm, am See und an den Kurven solltest du einen ganzen Tag einplanen.
Wir empfehlen Süd nach Nord: Du steigerst dich über die Burg Poenari und den Vidraru-Staudamm zum Bâlea-See und endest mit der spektakulären Abfahrt über die Serpentinen Richtung Sibiu. Starte früh, um dem Andrang zuvorzukommen.
Die Transfagarasan ist die berühmteste und wegen der Serpentinen die spektakulärste. Die Transalpina liegt etwas weiter westlich, ist höher und ruhiger. Mit genug Zeit lassen sich beide gut verbinden.
Am schnellsten fliegst du nach Sibiu und mietest dort ein Auto; Sibiu liegt etwa eine Stunde von der Straße. Mit dem Auto aus Mitteleuropa ist es eine mehrtägige Anreise.
Die Straße ist gut asphaltiert, aber schmal, kurvig und in der Hochsaison stark befahren. Nimm dir Zeit, achte auf abfahrende Radfahrer und freilaufende Tiere und fahr nicht bei Dunkelheit oder Nebel.