Deltawerke-Route mit dem Auto
Von Middelburg über die Inseln Zeelands entlang der Deltawerke, vom Oosterschelde-Sperrwerk bis zum Brouwersdam, mit den alten Städten Veere und Zierikzee. Für Cabrio, Tourenwagen, Motorrad und Wohnmobil.
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Fotos via Wikimedia Commons: Oosterschelde-Sperrwerk von Dietmar Rabich (CC BY-SA 4.0), Zierikzee von Marc Ryckaert (CC BY-SA 4.0), Veere von Paul 14 (CC BY-SA 4.0).
Quer über die Deltawerke, von Insel zu Insel
Nirgends fährst du so nah am Kampf gegen das Wasser wie in Zeeland. Nach der Flut von 1953 baute die Niederlande die Deltawerke, und am schönsten sieht man sie mit dem Auto: Die N57 und N59 laufen selbst über die Dämme und Wehre, von Insel zu Insel, mit Wasser auf beiden Seiten. Diese Route reiht die großen Deltawerke aneinander, vom imposanten Oosterschelde-Sperrwerk bis zum Brouwersdam, und nimmt unterwegs die schönsten alten zeeländischen Städtchen mit. Insgesamt rund 194 Kilometer, ein großzügiger Tagesausflug mit viel Horizont.
Du beginnst in Middelburg, der stattlichen Hauptstadt Zeelands, und endest bei Hellevoetsluis jenseits des Haringvliet. Dazwischen liegen das malerische Veere am Veerse Meer, das kilometerlange Oosterschelde-Sperrwerk mit dem Besucherzentrum Neeltje Jans, die alte Stadt Zierikzee mit ihrem Hafen und der Brouwersdam, wo Surfer und Kitesurfer aufs Wasser gehen. Wasser, Wind und Technik: das ist der rote Faden dieser Fahrt.
Die Route auf der Karte
Schematische Übersicht von Touren.app, keine Navigationskarte. Die genaue Route öffnet sich unter „Diese Route fahren“ oder in Google Maps. Kartenausrichtung: Norden oben.
Bald: deine Zeit und dein Startpunkt
Die Höhepunkte entlang der Route
1. Middelburg
Middelburg ist die stattliche Hauptstadt Zeelands, mit dem Lange Jan (dem hohen Abteiturm) über den Dächern, einem schönen Rathaus und Grachten voller Kaufmannshäuser aus der VOC-Zeit. Ein guter Ort, um mit einem Kaffee zu starten, bevor du auf die Inseln fährst.
Praktisch: Parkhäuser rund ums Zentrum; die Abtei und der Markt sind zu Fuß erreichbar.
2. Veere
Veere ist eines der schönsten Städtchen der Niederlande: einst reich geworden durch den Wollhandel mit Schottland, heute ein stilles Hafenstädtchen am Veerse Meer mit der großen Liebfrauenkirche, den Schottischen Häusern und einem Jachthafen voller Segelboote. Der Kontrast zwischen dem winzigen Kern und dieser riesigen Kirche macht es besonders.
Praktisch: am Rand parken; das Zentrum ist verkehrsarm und kompakt, am schönsten zu Fuß.
3. Oosterscheldekering
Das Oosterschelde-Sperrwerk ist das größte und berühmteste der Deltawerke: neun Kilometer Sturmflutwehr mit zweiundsechzig Schützen, die nur bei Hochwasser schließen, sodass die salzige Gezeit hinter dem Wehr am Leben bleibt. Auf der künstlichen Insel Neeltje Jans, auf halber Strecke, erzählt das Besucherzentrum die ganze Geschichte. Du fährst auf der N57 quer darüber, mit der Nordsee links und der Oosterschelde rechts.
Praktisch: bei Neeltje Jans parken; für Besucherzentrum und Aussichtspunkt ein paar Stunden einplanen.
4. Zierikzee
Zierikzee ist die schönste Stadt von Schouwen-Duiveland: eine gut erhaltene alte Hafenstadt mit drei mittelalterlichen Stadttoren, Hunderten Denkmälern und dem nie vollendeten Sint-Lievensmonster-Turm, der wie ein Riese über die Dächer ragt. Der alte Hafen mit seinen Hausbooten und Giebelhäusern ist einer der schönsten Zeelands.
Praktisch: am Rand des Zentrums parken; der alte Hafen und die Tore sind zu Fuß erreichbar.
5. Brouwersdam
Der Brouwersdam trennt das Grevelingenmeer von der Nordsee und ist einer der beliebtesten Wassersportorte der Niederlande: auf der einen Seite das flache Seewasser für Anfänger, auf der anderen die Wellen und der Wind für Surfer und Kitesurfer. An einem windigen Tag ist der Himmel voller bunter Segel. Ein schöner Ort zum Anhalten, raus aus dem Auto, rein in den Wind.
Praktisch: reichlich Parkplätze am Damm; Strandbuden und ein guter Ort für eine Pause mit Seewind.
6. Ouddorp
Ouddorp liegt an der Spitze von Goeree, wo breite Strände, Dünen und der Leuchtturm Westhoofd die Landschaft prägen. Es ist der nordseehaftste Teil der Route: kurz kein Wehr und kein Damm, sondern Düne und Strand. Das alte Dorf mit seinen Bauernhöfen und der Dorpskerk bildet ein ruhiges Gegengewicht am Wasser.
Praktisch: an den Strandzugängen oder im Dorf parken; guter Ort für einen Strandspaziergang.
7. Hellevoetsluis
Hellevoetsluis, jenseits des Haringvliet auf der Insel Voorne, war jahrhundertelang der Heimathafen der Kriegsflotte und ist noch immer eine gut erhaltene Festungsstadt mit Trockendock, Kanonen auf den Wällen und einem Innenhafen voller historischer Schiffe. Der Haringvliet-Damm, über den du dorthin fährst, ist selbst eines der Deltawerke. Ein passender Endpunkt: vom Sperrwerk zum Festungshafen.
Praktisch: bei der Festung parken; Hafen, Trockendock und Wälle laufst du in einer Stunde ab.
Praktisch: für Cabrio, Motorrad und Wohnmobil
Ab welchem Ort: die Route beginnt in Middelburg, aber du musst nicht dort starten. Gib im Planer deine eigene Adresse oder dein Urlaubsziel ein, wähl deine Zeit, und Touren.app baut dieselbe Deltawerke-Route ab Vlissingen, Renesse, Ouddorp oder wo du auch bist neu auf.
Für welches Fahrzeug: Zeeland ist flach, weit und windig, also eine herrliche schöne Strecke mit dem Wasser fast immer im Blick. Auch mit dem Auto oder Wohnmobil gut zu fahren; die Dämme sind breit und es gibt reichlich Platz zum Anhalten.
Maut und Brücken: die Route selbst läuft über die kostenlose N57 und N59, die Straßen über die Deltawerke. Willst du die bekannte Zeelandbrug als besonders schönen Umweg mitnehmen (fünf Kilometer niedrig über die Oosterschelde), rechne mit einer kleinen Maut; auf der Hauptroute zahlst du nichts.
Wind und Saison: April bis Oktober ist am schönsten, aber Zeeland lohnt sich das ganze Jahr. Achte auf den Wind: auf den Dämmen und Wehren weht oft eine steife Brise, herrlich mit offenem Dach, aber bedenke es. An Sommertagen sind Veere, Zierikzee und die Strände am vollsten.
Warum gerade diese Straßen: wir ließen die Route bewusst über die N57 und N59 laufen statt über die Autobahn. So fährst du nicht an den Deltawerken vorbei, sondern quer über sie, mit Wasser auf beiden Seiten, genau wofür man nach Zeeland kommt.
Bewertungen von Fahrern
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Route an dich selbst mailenHäufige Fragen
Wie lang ist die Deltawerke-Route mit dem Auto?
Rund 194 Kilometer, mit etwa 3,5 Stunden reiner Fahrzeit, gemessen via Google Maps ohne Autobahn. Mit Stopps in Veere und Zierikzee und einem Besuch von Neeltje Jans ist es ein voller, schöner Tag.
Welche Deltawerke sieht man auf der Route?
Unter anderem das Oosterschelde-Sperrwerk (mit dem Besucherzentrum Neeltje Jans), den Brouwersdam und den Haringvliet-Damm. Du fährst auf der N57 und N59 quer darüber, mit Wasser auf beiden Seiten.
Ist die Route für Cabrio, Motorrad und Wohnmobil geeignet?
Ja. Zeeland ist flach und die Dämme sind breit, die Route fährt sich für jedes Fahrzeug bequem. Achte nur auf den Wind auf den offenen Wehren; mit dem Wohnmobil gibt es reichlich Platz zum Parken und Anhalten.
Muss ich auf dieser Route Maut zahlen?
Auf der Hauptroute über die N57 und N59 nicht. Nur wenn du die Zeelandbrug als zusätzlichen Umweg mitnimmst, gilt eine kleine Maut. Über die Deltawerke selbst fährst du kostenlos.
Sind die Exporte wirklich gratis?
Ja, gratis mit Touren.app-Vermerk darauf. Für Exporte zahlst du bei uns nie; wer werbefrei und offline fahren will, wählt Plus.
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